http://www.faz.net/-gpf-8ymsr

Umfrage : Union baut Vorsprung aus, SPD und Schulz sacken ab

  • Aktualisiert am

Im Umfragetief: Martin Schulz, SPD-Kanzlerkandidat und Parteivorsitzender Bild: dpa

Die SPD stürzt in den Umfragen weiter ab: Laut „Deutschlandtrend“ steht sie nun bei 24 Prozent, während die Union leicht zulegt. Auch bei den Beliebtheitswerten der Politiker hat sich einiges getan.

          Die Union baut im ARD-“Deutschlandtrend“ ihren Vorsprung auf die SPD deutlich aus. CDU und CSU kommen den am Donnerstag veröffentlichten Umfragezahlen zufolge auf 38 Prozent, ein Plus von einem Prozentpunkt im Vergleich zu Anfang Mai. Die SPD verliert demnach drei Zähler und erreicht 24 Prozent.

          Wäre am Sonntag Bundestagswahl, würden die Grünen der Umfrage zufolge sieben Prozent (minus eins) und die Linkspartei acht Prozent (plus eins) holen. Die FDP kommt demnach auf zehn Prozent (plus zwei) und die AfD auf neun Prozent (minus eins).

          Für die Sonntagsfrage im Auftrag der ARD-“Tagesthemen“ hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap von Dienstag bis Mittwoch dieser Woche 1503 Wahlberechtigte bundesweit befragt. Die Fehlertoleranz beträgt 1,4 bis 3,1 Prozentpunkte – die Ergebnisse können also nach oben oder unten abweichen.

          Merkel mit höchstem Beliebtheitswert seit August 2015

          Bei einer Direktwahl des Bundeskanzlers würden sich der Umfrage zufolge 53 Prozent für Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU) entscheiden, ein Anstieg von vier Punkten im Vergleich zum Vormonat. Für SPD-Herausforderer Martin Schulz würden nur 29 Prozent stimmen (minus sieben). Keinen der beiden würden 13 Prozent wählen.

          In der Liste der beliebten Politiker erreicht Merkel im ARD-“Deutschlandtrend“ ihren besten Wert seit August 2015, also vor ihrer „Wir schaffen das“-Aussage auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise: 64 Prozent der Befragten sind mit ihrer politischen Arbeit zufrieden beziehungsweise sehr zufrieden. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) folgt mit 63 Prozent Zustimmung, mit Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) sind 62 Prozent zufrieden beziehungsweise sehr zufrieden.

          Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) erreicht demnach 53 Prozent, Grünen-Chef Cem Özdemir 49 Prozent und FDP-Chef Christian Lindner 44 Prozent Zustimmung. Für Lindner ist das ein Plus von sieben Punkten und sein bisheriger Bestwert im ARD-“Deutschlandtrend“. Schulz verliert im Vergleich zum Vormonat sechs Zähler und erreicht mit 36 Prozent Zustimmung den niedrigsten Wert, der für ihn in dieser Umfrage bisher gemessen wurde.

          Quelle: hepo./AFP

          Weitere Themen

          Ifo-Geschäftsklima steigt auf Rekordhoch Video-Seite öffnen

          Nach Bundestagswahl : Ifo-Geschäftsklima steigt auf Rekordhoch

          Die Stimmung in den Chefetagen deutscher Firmen hat in der Zeit nach der Bundestagswahl ein nie dagewesenes Niveau erreicht. Der Geschäftsklima-Index stieg im Oktober um 1,4 Punkte auf den Rekordwert von 116,7 Zählern, wie das Ifo-Institut am Mittwoch zu seiner Umfrage unter 7000 Managern mitteilte. Es war zugleich der erste Anstieg nach zwei Rückgängen.

          Topmeldungen

          Unruhe bei Sozialdemokraten : Was will die SPD?

          Bloß keine Neuwahlen! Und bloß keine Große Koalition! Die SPD trägt ihren inneren Konflikt zur eigenen Zukunft mittlerweile offen aus.Parteichef Schulz steht bereits unter Beschuss. Wie viel Unterstützung hat er noch?
          Bei dem Unfall in der Münchner Innenstadt wurden zwei Personen schwerverletzt, ein Fahrer erlitt leichte Verletzungen.

          Bei Unfall in München : Über 200 Gaffer behindern Rettungskräfte

          Zahlreiche Schaulustige haben bei einem Unfall in der Münchner Innenstadt die Rettungskräfte zum Teil massiv behindert. Erst nach zahlreichen Platzverweisen kommen Polizei und Feuerwehr zu den Verletzten durch. Das könnte Konsequenzen haben.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.