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Bundestagswahl Groß

 ·  Es ist das Problem der SPD, dass die meisten Wähler mit ihrer Lage ganz zufrieden sind. Eine große Koalition wird für die Sozialdemokraten immer mehr zur einzig realistischen Option.

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Umfragen sind keine Wahlergebnisse, das wissen wir. Aber der Abstand zwischen Schwarz-Gelb und Rot-Grün ist so groß, dass entweder ein Wunder geschehen müsste - was ausgeschlossen werden kann - oder das Publikum so von Steinbrücks Aufbruch-Schwärmerei mitgerissen wird, dass der noch die Wende schafft. Möglich, aber wahrscheinlich?

Es ist das Problem der SPD, dass die meisten Wähler mit ihrer Lage ganz zufrieden sind; sie sind empfänglich für das Thema Gerechtigkeit, aber offenbar nicht in dem für einen Regierungswechsel erforderlichen Maße. So wird bei nüchterner Betrachtung eine große Koalition für die Sozialdemokraten immer mehr zur einzig realistischen Option (wenn sie bei ihrer Absage an die Linke bleiben und die FDP sich nicht doch von einer Ampel blenden lässt).

In einer großen Koalition können Frau Merkel und die Union leben, selbst wenn es eine Vernunftehe wäre; die Kanzlerin hat ja schon im Programmrevier der SPD gewildert. Der Kandidat Steinbrück wäre dagegen Geschichte. Aber, wer weiß, vielleicht nützt das Gerede über eine große Koalition vor allem der FDP.

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19.08.2013, 15:06 Uhr

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