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Allensbach-Umfrage Mehrheit für Schwarz-Gelb

Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, hätte Schwarz-Gelb zum ersten Mal seit langer Zeit eine Mehrheit. Das ergab eine repräsentative Allensbach-Umfrage im Auftrag der F.A.Z. Union und FDP kämen insgesamt auf 46,5 Prozent.

© dpa Vergrößern Günstige Umfragen für Schwarz-Gelb, aber gegenseitige Gratulationen zum Wahlsieg wären noch zu früh: Angela Merkel und Philipp Rösler

Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, hätte Schwarz-Gelb zum ersten Mal seit langer Zeit eine Mehrheit. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. CDU und CSU kämen demnach auf 40 Prozent, zwei Punkte mehr als vor einem Monat.

Die FDP entfernt sich im Vergleich zum Vormonat etwas mehr von der Fünfprozenthürde. Für sie wurden 6,5 Prozent ermittelt. Die SPD käme auf 25,5 Prozent, geringfügig weniger als im Vormonat.

Deutlicher gesunken ist die Zustimmung für die Grünen. Statt 14 Prozent wie noch im Juni käme die Partei jetzt auf 12,5 Prozent. Die Linkspartei steht bei 6 Prozent. Das ist ein Punkt weniger als im Juni.

Schwarz-Gelb käme insgesamt auf 46,5 Prozent, Sozialdemokraten und Grüne (38 Prozent) könnten dies auch unter Einschluss der Linkspartei nicht erreichen. Die drei Parteien kämen zusammen auf 44 Prozent.

Die Piratenpartei kam bei der Umfrage auf zwei Prozent, die „Alternative für Deutschland“ auf 3,5 Prozent. Befragt wurden zwischen dem 1. und 11. Juli insgesamt 1583 Personen.

Infografik / Umfrage Bundestagswahl / Schwarz-gelber Vorsprung

ZDF-Politbarometer: FDP wieder bei 5 Prozent

Auch nach der jüngsten Umfrage des ZDF-“Politbarometer“ kann sich FDP wieder größere Hoffnung auf einen Wiedereinzug in den Bundestag machen. Dort legen die Liberalen einen Punkt zu und erreichen in dieser Befragung erstmals nach fast einem Jahr 5 Prozent, wie das ZDF am Freitag mitteilte. CDU und CSU verlieren nach ihrem Hoch im Juni zwei Punkte und kommen nun auf 41 Prozent. Die SPD bleibt bei 26 Prozent, die Grünen liegen unverändert bei 13 Prozent. Die Linke verbessert sich um einen Punkt auf 7 Prozent.

Damit kämen in dieser Umfrage sowohl die jetzige schwarz-gelbe Koalition als auch die Oppositionsparteien von SPD, Grünen und Linke auf jeweils 46 Prozent. Die eurokritische Alternative für Deutschland erreicht in der Sonntagsfrage unverändert 3 Prozent, sonstige Parteien kommen weiterhin auf zusammen 5 Prozent.

Bei der Kanzlerfrage kann SPD-Herausforderer Peer Steinbrück der Umfrage zufolge leicht Boden gut machen. Ihn wünschen sich 29 Prozent als Regierungschef, während 62 Prozent Amtsinhaberin Angela Merkel bevorzugen. Ende Juni hatte die Kanzlerin mit 65 zu 27 Prozent vor Steinbrück gelegen.

Ausschlaggebend für die Wahlentscheidung am 22. September ist allerdings für 57 Prozent, welche Parteien die Regierung bilden werden. Für 35 Prozent ist wichtiger, wer Kanzler wird. Favorisiertes Regierungsbündnis ist demnach eine große Koalition, die 52 Prozent der Wahlberechtigten gut fänden. Eine von SPD und Grünen angestrebte rot-grüne Koalition trifft auf eine Zustimmung von 39 Prozent, eine Fortsetzung von Schwarz-Gelb begrüßen 32 Prozent.

Die Forschungsgruppe Wahlen befragte vom 9. bis 11. Juli 1338 Wahlberechtigte. Sie gibt den Fehlerbereich ihrer Umfrage mit plus/minus zwei bis drei Prozentpunkten an.

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Quelle: F.A.Z.

 
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