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Gauland verteidigt AfD : „Wir sind nicht für Putins autoritäres Regime“

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AfD-Spitzenkandidaten Alice Weidel, Alexander Gauland Bild: Reuters

AfD-Spitzenkandidat Gauland wehrt sich gegen den Vorwurf, Russlands Interessen zu vertreten. Die Ausdehnung der Nato bezeichnet er jedoch als Wortbruch gegenüber Moskau.

          Die AfD ist dem Vorwurf entgegengetreten, sie vertrete russische Interessen in Deutschland. „Unsere Russland-Politik hat eigentlich überhaupt nichts damit zu tun, dass wir – was uns immer wieder unterstellt wird – für Herrn Putin sind und sein autoritäres Regime“, sagte Partei-Vize Alexander Gauland, der Deutschen Presse-Agentur.

          Alice Weidel, die mit Gauland das AfD-Spitzenteam für die Bundestagswahl bildet, ergänzte: „Wir sind aus Sicht der Russen, der Amerikaner und auch aus Sicht der (rechtspopulistischen, österreichischen) FPÖ momentan nicht von strategischer Relevanz. Das wird hier innenpolitisch komplett überbewertet.“

          Petry in Moskau

          Gauland erklärte, Russland müsse wieder ein Partner auf Augenhöhe und „ein geachtetes und sicheres Mitglied der europäischen Gemeinschaft“ werden. Dies sei auch im deutschen Interesse. Die Ausdehnung der Nato über die Oder hinaus sei ein „Wortbruch“ gegenüber Moskau.

          Auf die Frage, ob die AfD in der Vergangenheit finanzielle oder andere Unterstützung aus Moskau erhalten habe, sagte der Partei-Vize: „Ich habe noch nie etwas von Geld gehört“. Er fügte hinzu: „Ich wäre dagegen, wenn ich das erführe und wüsste.“ AfD-Chefin Frauke Petry hatte im Februar in Moskau den russischen Parlamentsvorsitzenden Wjatscheslaw Wolodin getroffen.

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