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Bundestagswahl Umfrage: Merkel klar vor Schröder

02.06.2005 ·  Die Union hat ihren Vorsprung vor Rot-Grün weiter ausgebaut. Bei der Bundestagswahl hätten CDU und CSU laut einer Umfrage sogar die absolute Mehrheit im Parlament.

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Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel hat in der Wählergunst nach ihrer Nominierung zur Kanzlerkandidatin der Union massiv an Ansehen gewonnen und Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) überholt.

Laut dem am Donnerstag veröffentlichten ARD-Deutschlandtrend würden sich bei einer Direktwahl nun 46 Prozent der Bürger für Merkel und nur noch 38 Prozent für Schröder entscheiden. Im Vormonat lag Schröder noch mit 43 Prozent vor Merkel (36 Prozent).

Merkel bei der Arbeitsmarktpolitik vorn

In den Sachfragen ergab sich ein differenziertes Bild. 49 Prozent glauben, daß Merkel eher als Schröder die Wirtschaft voranbringen kann, nur 19 Prozent setzen hier auf den Kanzler. Die Schaffung von Arbeitsplätzen trauen 43 Prozent eher Merkel und 20 Prozent eher Schröder zu. Auch wird die CDU-Vorsitzende als tatkräftiger (44:29 Prozent) und glaubwürdiger (43:26 Prozent) als Schröder bewertet.

Die CDU wird stärkste Partei

Allerdings liegt der Kanzler bei der Frage nach dem stärkeren Eintreten für soziale Gerechtigkeit mit 36 zu 32 Prozent knapp vor Merkel. Außenpolitisch ist Schröder klar im Vorteil: 57 Prozent meinen, daß Schröder eher als Merkel die Interessen Deutschlands im Ausland vertreten kann, 24 Prozent glauben das Gegenteil. Schröder liegt ebenfalls in den Bereichen Sympathie (50:31 Prozent) und Führungsstärke (47:36 Prozent) vor Merkel.

Absolute Mehrheit für die Union

Wären am Sonntag Wahlen, dann könnte die Union der Umfrage von Infratest dimap zufolge mit absoluter Mehrheit regieren. CDU und CSU kommen danach auf 48 Prozent, ein Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche. Die SPD verliert einen Prozentpunkt und liegt nun bei 28 Prozent. Grüne und FDP verbessern sich um jeweils einen Punkt auf 9 beziehungsweise 7 Prozent. Die PDS bliebe mit 4 Prozent unter der Fünf-Prozent-Hürde.

72 Prozent der Befragten plädierten zudem für einen Regierungswechsel, das sind 12 Prozentpunkte mehr als im März. Nur 23 Prozent glauben, daß eine Fortsetzung von Rot-Grün gut für das Land wäre. Eine Alleinregierung der Union hielten 35 Prozent, eine CDU/CSU/FDP-Regierung 42 Prozent für positiv. Den größten Rückhalt mit 46 Prozent hätte eine große Koalition aus Union und SPD.

Allerdings hält sich der Optimismus hinsichtlich einer unionsgeführten Regierung in Grenzen. 37 Prozent der Bürger sind davon überzeugt, daß eine solche Regierung die Probleme besser lösen könnte als Rot-Grün. 48 Prozent glauben das nicht. Für den ARD-Deutschlandtrend befragte Infratest dimap am 30. und 31. Mai 1.500 Wahlberechtigte in ganz Deutschland.

Quelle: FAZ.NET mit Material von ddp
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