23.07.2005 · Mit 99,3 Prozent ist Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel zur Spitzenkandidatin der CDU Mecklenburg-Vorpommerns für die Bundestagswahl gewählt worden. 136 der 137 Delegierten votierten auf dem Landesparteitag in Güstrow für die Bundesvorsitzende.
Mit dem Spitzenergebnis von 99,3 Prozent ist Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel zur Spitzenkandidatin der CDU Mecklenburg-Vorpommerns für die Bundestagswahl am 18. September gewählt worden. 136 der 137 Delegierten votierten am Samstag auf dem Landesparteitag in Güstrow für die 51jährige CDU-Bundesvorsitzende. Es gab keinen Gegenkandidaten.
Merkel, die den CDU-Landesverband an der Küste bis 2000 führte, hat seit 1990 in ihrem Wahlkreis Stralsund/ Nordvorpommern/Rügen jeweils das Direktmandat gewonnen. Sie schwor ihre Partei auf eine harte Wahlauseinandersetzung mit Rot-Grün ein und verbreitete Siegesgewißheit. „Die CDU muß und will Verantwortung übernehmen, damit es Deutschland wieder besser geht“, sagte sie.
Keine Ost-West-Wahlstrategien
Merkel lehnte parteiinterne Forderungen nach getrennten Wahlstrategien in 0st- und Westdeutschland ab: „Niemals kann die Zukunft Deutschlands mit einem Ost gegen West gestaltet werden, sondern nur gemeinsam.“ Zugleich sagte sie den neuen Ländern weitere Hilfe zu. Es gelte alles dafür zu tun, daß die Wirtschaft im Osten schneller wachse und auch die Einkommensschere geschlossen werde. Die CDU bekenne sich zum Solidarpakt II und wolle auch die Investitionsförderung hoch halten.
„Den Landesregierungen müssen aber auch mehr Freiheiten gegeben werden, der Arbeit selbst die nötige Vorfahrt zu schaffen“, warb Merkel im Sinne besserer Investitionsbedingungen für einen deutlichen Bürokratieabbau in den neuen Ländern. „Dann können wir überlegen, was wir in den alten Ländern übernehmen können.“