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Bundestagswahl SPD wieder stärkste Fraktion

24.09.2002 ·  Gerhard Schröder darf weiterregieren. Die SPD wird stärkste Fraktion - dank der Direktmandate.

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Dank der vielen Erststimmen, werden die Sozialdemokraten wieder stärkste Fraktion im Bundestag. Rot-Grün kündigte schnelle Koalitionsverhandlungen an, die unterlegene Union eine harte Opposition.

Nach den Berechnungen des Bundeswahleiters kamen sowohl die SPD als auch die CDU/CSU jeweils auf 38,5 Prozent der Stimmen. Die SPD führt allerdings mit 8.864 Stimmen vor der Union. Wegen der höheren Zahl an Überhangmandaten stellen die Sozialdemokraten mit 251 Abgeordneten auch im 15. Bundestag die größte Fraktion und den Parlamentspräsidenten. Zusammen mit den Grünen, die auf 8,6 Prozent kamen und 55 Mandate erreichten, hat die alte und neue Koalition 306 von insgesamt 603 Parlamentssitzen. Das sind vier mehr als die so genannte Kanzlermehrheit von 302.

Das Wahlergebnis bedeutet Verluste von 2,4 Prozentpunkten für die SPD und einen Zuwachs von rund 3,4 Prozentpunkten für CDU/CSU. Die Grünen legten 1,9 Prozentpunkte zu, die FDP 1,2 Punkte.

Zwei Direktmandate für die PDS

Die Union belegt mit 248 Mandaten als Fraktion knapp geschlagen den zweiten Platz. Die FDP bleibt mit 7,4 Prozent und 47 Sitzen weit hinter ihren Erwartungen zurück. Die PDS scheitert mit 4,0 Prozent an der Fünf-Prozent-Klausel. Ihr fallen mit zwei Direktmandaten dennoch zwei Sitze zu. Die Wahlbeteiligung lag mit 79,1 Prozent unter der Beteiligung von vor vier Jahren. Damals wählten 82,2 Prozent der Wahlberechtigten.

Stoiber bereit, einzuspringen

Der unterlegene Kanzlerkandidat der Unionsparteien Edmund Stoiber (CSU) kündigte eine „konstruktive und
harte Opposition“ an. Stoiber sagte am Montag in Berlin, er stehe bereit, um im Falle eines Regierungswechsels Bundeskanzler zu werden. „Wir haben die Chance, die Regierung noch in dieser Legislaturperiode abzulösen.“ Scharf griff Stoiber die Koalition an: „Uns steht ein schwerer Winter bevor.“

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) kündigte an, unverzüglich Koalitionsverhandlungen mit den Grünen aufzunehmen. Grünen-Parteichef Fritz Kuhn sagte, die Gespräche sollten noch vor dem Grünen-Parteitag am 18. und 19. Oktober abgeschlossen sein.

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Quelle: @kpm
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