23.05.2005 · Nach den Neuwahl-Plänen der SPD kündigte die PDS an, mit Gregor Gysi an der Spitze in den Wahlkampf zu ziehen. Der Parteivorsitzende Bisky sagte am Montag, er sei „guter Hoffnung“, daß die PDS Gysi als Kandidat küren kann.
Die PDS will mit Gregor Gysi an der Spitze in den Bundestagswahlkampf ziehen. Parteivorsitzender Lothar Bisky sagte am Montag in Berlin, er sei „guter Hoffnung“, daß der ehemalige Fraktionsvorsitzende antrete.
Ihre Kandidaten werde die PDS bereits auf einem kleinen Parteitag am Samstag benennen. Ins Rennen gehen auch die PDS-Bundestagsabgeordneten Petra Pau und Gesine Lötsch, sagte Wahlkampfleiter Bodo Ramelow. Seine Partei strebe 5,1 Prozent der Stimmen und drei bis fünf Direktmandate an.
Gysi: Entscheidung in den nächsten Tagen
Im Gespräch mit dem Berliner „Tagesspiegel“ stellte Gysi eine Entscheidung für die nächsten Tage in Aussicht. „Alle müssen jetzt schneller nachdenken, das gilt auch für mich“, wurde Gysi zitiert. Die PDS müsse die Chance befürworten, rascher in den Bundestag zurückzukehren.
Bisky kündigte an, die PDS werde „die Bundestagswahl zu einer Abstimmung über Hartz IV machen“. Die Parteimitglieder forderte er auf, interne Streitigkeiten zurückzustellen und sich mit aller Kraft für den Wahlkampf zu engagieren. „Sonst können wir es vergessen.“
Zusammenarbeit der Linksparteien?
Skeptisch äußerte sich Bisky zu einem möglichen Bündnis mit der neuen Linkspartei Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG). „Die Tür bleibt offen. Wir sind bereit für den Dialog“, sagte er. Es sei aber „unmöglich“, bis September „große Konstrukte“ der Linksparteien in Deutschland auf die Beine zu stellen.
Ramelow sagte, die Partei werde das Thema Gerechtigkeit in den Mittelpunkt des Wahlkampfes rücken. Insgesamt sehe er durchaus Chancen, daß die PDS die Fünf-Prozent-Hürde überspringe.