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Veröffentlicht: 28.06.2013, 15:48 Uhr

Bundestag Der umstrittene Politiker

Umstrittene Politiker haben etwas, was den anderen fehlt, wenn sie erst einmal nicht mehr umstritten sind.

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Es gibt sinnlose Sozialleistungen. Aber würde man sie „umstritten“ nennen? Das ist das Privileg des Betreuungsgeldes, das immer „umstritten“ genannt wird, obwohl doch auch über den Mindestlohn gestritten wird.

Jasper von Altenbockum Folgen:

Doch der Mindestlohn hat das Glück, dass sich seiner Logik, die durchaus wert wäre, umstritten zu sein, niemand mehr - bis auf eine umstrittene Minderheit - entziehen will. Deshalb wird er so wenig „umstritten“ genannt wie die Politiker, die sich darüber streiten.

Das wiederum ist das Privileg eines „umstrittenen“ Politikers wie Norbert Geis, weil er, wie am Freitag, Betreuungsgeld und das „Bildungssparen“ verteidigen durfte - also Vergünstigungen für Eltern, die ihre Kleinkinder selbst erziehen und für die spätere Ausbildung sparen wollen. Es war seine letzte Rede im Bundestag, und zu seinem Abschied beglückwünschten den CSU-Abgeordneten auch seine ganz und gar nicht umstrittenen Gegner aus anderen Fraktionen.

Die Anerkennung rührte wohl auch daher, dass umstrittene Politiker etwas haben, was den anderen fehlt, wenn sie erst einmal nicht mehr umstritten sind: Zivilcourage.

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