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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Bürgerkrieg Das syrische Drama

 ·  Syrien hat mittlerweile der Konfessionalismus erreicht. Nur noch die Waffen sprechen. Die Angst der Städter vor einem „failed state“ ist größer als die Sympathie für die Exilopposition.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (19)

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Sven Gralla

Qualitätsjournalismus

Klare Trennung von Fakt und Vermutung, Bericht und Kommentar.
Ausgewogene Berichterstattung, kritische Distanz zum Objekt.
Ein Fachjournalist vor Ort, mit den Mentalitäten vertraut und kurzem Weg zu Stimmungen und Quellen. Angenehme und sorgfältige Sprache, weder reisserisch noch langweilig, auf den Punkt, ohne Redundanz und Platzhalter.

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David Rademacher

Kurze sprachliche Anmerkung

Ein sehr aufschlussreicher Artikel, vielen Dank an Herrn Herman! Ein sprachlicher Hinweis zum ersten Absatz sei gestattet: "Pockets of resistance" ("Taschen des Widerstands") übersetzt man am besten mit "Widerstandsnester".

MfG
D. Rademacher

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Detlef Symietz
Detlef Symietz (Symietz) - 11.06.2012 10:09 Uhr

@Herrn R. Hermann; Ihr Leitartikel lässt mich wieder an die Existenz freier Medien glauben

Diesen Glaube zu verlieren, war ich nahe daran. Sicher, Freude und Zuversicht darüber, dass es so sachliche Berichte und Meinungsäusserungen doch noch gibt, sind zwar etwas gedämpft, denn es gibt von ihnen leider nur all zu wenige.

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Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 11.06.2012 06:52 Uhr

Gesucht ist eine Autoritaet, die auch die Macht und die Vollmacht hat einzugreifen!

Da die mehrheit der UN selber diektaturen sind, wird es nie eine Vollmacht geben, fuer eine Macht dort einzugreifen. Aber leider ist der westen unter einer anderen Diktatur: Diktadur der Illusionisten und politikal correctness. Der Herr Obama kann nichts machen, denn seine ilusionistschen Anhaenger sind ihm nich sicher und der Herr Hollande hat das gleiche Problem. Und die Russen und Chinesen Blokieren alles, um ihr Interess - wie der Herr Hermann richtig ausfuehrte - wille. Die Interressen-Verfolger sind die Russen und Chinesen und nicht der Wassten!!!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.06.2012 10:17 Uhr
Erik Staack
Erik Staack (E_Staack) - 11.06.2012 10:17 Uhr

Die UN ist diese Autorität

Dass der Willensbildungsprozess langsamer ist, als es der Lage angemessen wäre ist bedauerlich aber nicht zu ändern. Wenn man es nicht schafft die Unterschiedlichen Interessengruppen über Verhandlungen zu einem gemeinsamen Weg zu bringen kann es noch viel schlimmere Konsequenzen haben.
.
Die UN ist dafür geschaffen worden und sollte ihre Aufgabe auch ausführen. Ban Ki Moon und Kofi Anan sind ohne sie Persönlich zu kennen sehr Kompetente Ansprechpartner um schwierige Konflickte zu entschärfen.
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Wenn Einzelmeinungen wie ihre sich bei einzelnen Gruppen durchsetzen besteht die Gefahr, dass sich Gruppen mit anderen Interessen sich angegriffen Fühlen und alleine aus diesem Grund nicht konstruktiv mitarbeiten. Da Ich mich persönlich als Teil des "Westens" auffasse, bin ich natürlich ihrer Meinung dass nicht der Westen Schuld ist, aber sie scheinen in allem was nicht ihrer Meinung ist eine Diktatur zu sehen.

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Adrian Baumeister

Objektiv ?!? Ein leiser Versuch der Nachdenklichkeit ...

... der jedoch einige Fakten unterschlägt.

"Assad ist, auch wenn er etwas anderes sagt, kein Reformer."

Was ist denn ein Reformer bzw. wäre einer in Syrien ?
Assad hat diesen Weg begonnen, doch er wird am Weitergehen, gehindert.
Welche Maßstäbe gibt es hier für Reformen und wer setzt sie ?

Was ist denn eine "lebendige Opposition" ?

Es gibt (laut FAZ und Zeit) mittlerweise mehr als 200 Oppositiongruppen.
Der syrische Nationalrat, steht zum großen Teil für die Exilsyrer, aber nicht für das Volk in Syrien. Es gibt keinerlei politische Argenda für ein neues syrischen Staatsmodel. Außer die islamistischen Muslimbrüder, die einen Shariastaat wollen. Doch dies dürfte wohl kaum der demokratische Umbruch in Syrien werden, den uns der Westen verkaufen will.

In diesem Artikel Hr. Hermann
http://www.faz.net/aktuell/politik/neue-erkenntnisse-zu-getoeteten-von-hula-abermals-massaker-in-syrien-11776496.html
wird deutlich, das sie einige Fragen bewußt meiden.

Nachdenklich, ja!

Objektiv nein!

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Wolfgang Richter

Sunnitische Armee

Der "Widerstand" scheint eine sunnitische, von diversen Golfstaaten finanzierte und ausgerüstete Armee zu sein.
Alle Laizisten, Aleviten und Christen Syriens wissen genau, was ihnen bei einem Sieg des "Widerstands" droht. Daher werden sie rückhaltlos den durchaus fragwürdigen Assad stützen. Fällt er, ist ihnen der Tod sicher. Sie stehen mit dem Rücken zur Wand.

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stefan maier
stefan maier (sxyxs) - 10.06.2012 22:00 Uhr

Entweder die Kontrolle über das Land

..oder dessen Balkanisierung.
Wenn die Diktatur Saudi Arabien aus"Menschliebe" 300 Mio an die "Rebellen " transferiert,was kommt dabei wohl raus?(wieviel Unruhe könnte man damit in der BRD veranstalten?)
Dann hat man es auch nicht mehr nötig oppositionelle Massaker Assad in die Schuhe zu schieben.
Diese Option ist hinfällig seitdem der Versuch der Opposition Alex Thompson vom britischen Sender Channel4 samt Kollegen zu erschiessen ,und es Assad anzuhängen nicht geklappt hat.(in der BRD-presse scheint davon mal wieder niemand gehört zu haben)
Ein Auto voll mit toten Reportern-das hätte Assad nicht überlebt.

Nun-Assads sturz ist so nötig nicht wenns denn nicht geht,solange man(Öllobby) nur die Ölinfrastruktur unter Kontrolle bringen kann.

Es ist lebensgefährlich in dritte Welt Länder auf Öl und Diamanten zu stossen wenn man sich der westlichen Agenda nicht anpasst-dann sind "humanitäre" Hilfen meist unausweichlich.

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Günter Busse

Aber will das "die Staatengemeinschaft" überhaupt?

"Die Staatengemeinschaft muss deshalb an einer Lösung arbeiten, welche die Bedürfnisse aller drei Parteien berücksichtigt - des Regimes, der bewaffneten Opposition und der schweigenden Mehrheit."
Die arabischen Diktaturen, die den bewaffneten (!) Widerstand mit Geld und Waffen unterstützen, jedenfalls nicht. Ihr Ziel ist die Beseitigung des säkulären Assad-Regimes und
die Einrichtung eines islamistischen Regimes.
Und der Westen? Was will er überhaupt - ausser der Beseitigung des Assad-Regimes?
Und was will Israel - das ja in diesem Fall, da direkt als Nachbar betroffen, den westlichen Kurs
sicher maßgeblich mitbestimmt?
Der Westen einschließlich Israel will doch sicher kein islamistisches Regime in Syrien. Assad aber auch nicht. Was bleibt also?
Es bleibt die Zerstörung Syriens, entsprechend der Zerstörung des Irak und Libyens.
Also genau das, was jetzt begonnen hat, immer weiter fortzuführen.
Ziel ist ein Land ohne staatliche Struktur, ein "failed state", wie es so schön heißt.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.06.2012 12:04 Uhr
Eduard Engelhardt

Hehe.. Stimmt wohl.

Freiheit ist ein wertvolles Gut. So wertvoll, dass man Deise dem sicheren und sorgenfreien Leben vorziehen muss. Wenn man endlich frei ist, kann man sich auch ruhig erschiessen lassen. Weil sind ja nun alle frei, aber tot. Ziel erreicht.
.
Es gilt immer noch die maxime der russischen Bolschewiken von 1917: Nieder mit den Reichen. Danach gab es keine Reichen mehr; Nur arme. Kaum einer weiss, dass damals der erste bestellte Umsturz in der Geschichte stattfand. Finanziert von den Deutschen und ausgeführt von bezahlten Agenten und Exiloppositionellen.
.
Die Geschichte wiederholt sich doch. Nur die Akteure wechseln.
Wie war das nochmal? "Hütet euch vor falschen Propheten.."

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Nils v.d. Heyde
Nils v.d. Heyde (nvdh) - 11.06.2012 07:58 Uhr

Wie recht Sie haben...

...Israel zum Beispiel tönt zwar jetzt auch gegen "syrische Menschenrechtsverletzungen". Andererseits wünscht man sich in Jerusalem, dass Assad an der Macht bleibt: ein bekannter Feind ist nicht so gefährlich, wie ein unbekannter neuer...

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Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 11.06.2012 07:11 Uhr

Nur, Herr Busse?

Es sind doch die Russen und Chinas Kommunisten, die den Assad nicht fallenlassen wollen. Es ist doch absichtliche Irrefuehrung zu sagen, dass der irak und Libyen zerstoert wurden! Beide Laender sind FREI, wie Sie seit ihrem Bestehen noch nicht waren!!!

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Doris Jung
Doris Jung (DorisJung) - 10.06.2012 23:51 Uhr

Für mich ist es unbegreiflich,

dass allen Beteiligten (damit meine ich auch "den Westen") nicht Irak und Libyen als Beispiele für "Demokratisierung" abschreckend genug sind.

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Closed via SSO

Good analyses

Terror ist wie überall mit Öl Gelder bezahlt

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.06.2012 07:30 Uhr
Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 11.06.2012 07:30 Uhr

Aber Frau Spitkovskaya

es gibt doch keinen gemeinsamen kleinsten Nenner zu Ihrem Nenner. Denn sie kennen nicht den Wunsch der MEHRHET der unterdrueckten Weltbevoelkerung: FREIHEIT! Ich leugne nicht, dass Oel und andere Rohstoffe sehr gesucht sind. Aber die Sucher sind heute die Russen und Chinesen, beide unfreie Laender. Und die legen ihre Hand auf alles, das sie finden, kein anders Volk bekommt da einen zugrif!

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Friedemann Wehr

Rainer Hermann

Die Artikel von Rainer Hermann sind zur Zeit die einzigen Artikel, die man in unserer Presse lesen kann. Er ist einer der wenigen, die ohne Schaum vorm Mund schreiben. Weiter so!

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fritz Teich

Wie es "der Westen" wollte

Man sollte jedenfalls wieder vom Westen reden, sprich den USA und ein paar mehzr oder weniger begeisterten Vasallen, und nicht von der internationalen Gemeinschaft.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.06.2012 06:20 Uhr
Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 11.06.2012 06:20 Uhr

Herr Teich, natuerlich gibt es kein "Intarnationale Gemienschft"

Aber es gibt eine internationale Gemeinschft der Hasser der Freihet - zu der Sie anscheinend gehoehren!!!

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Minna von Hausen-Aubier

Auf den Punkt.

Das wohl journalistisch objektivste zum Syrien-Konflikt was in der deutschen Presselandschaft seit Beginn letzten Jahres veröffentlicht wurde. Danke Herr Hermann.

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Jahrgang 1956, Redakteur in der Politik.

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