http://www.faz.net/-gpf-8ie2i
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F+ Icon
F.A.Z. PLUS
abonnieren

Veröffentlicht: 18.06.2016, 15:22 Uhr

Brexit-Abstimmung Orban will in Wahlkampf eingreifen

„Ungarn steht stolz mit euch als Mitglieder der Europäischen Union“, soll es nächste Woche in englischen Zeitungen heißen. Damit ist Orban der erste europäische Regierungschef, der in den Wahlkampf eingreift.

© dpa Stehen eng beieinander: Englands Regierungschef Cameron und Ungarns Ministerpräsident Orban.

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban greift „Bild“ zufolge als erster EU-Regierungschef des Kontinents in den Kampf um den Brexit ein. Orban wende sich in einer für nächste Woche geplanten Anzeigenkampagne in britischen Zeitungen direkt und persönlich an die Briten. Dort werde er erklären: „Ihr habt die Wahl, aber ich möchte, dass ihr wisst: Ungarn steht mit Stolz zu euch als Mitglieder der Europäischen Union.“

Bei einem Treffens mit deutschen Unionspolitikern sagte Orbans Staatskanzlei-Minister Antal Rogan „BILD“: „Bei allen Differenzen in der EU muss Europa zusammenhalten. Die Briten sollten uns nicht den Rücken kehren. Wir brauchen sie – nicht zuletzt, um auf die Einhaltung von Regeln zu pochen.“ Auch CSU-Vorstand Markus Söder und Armin Laschet, Mitglied im CDU-Bundesvorstand, sprachen sich gegen einen Brexit aus: „Die europäische Familie muss zusammen bleiben. Ohne England ist Europa nicht komplett.“

Mehr zum Thema

Am Donnerstag sollen die Briten über eine Verblieb ihres Landes in der Europäischen Union abstimmen. Der Wahlkampf wurde in der vergangenen Woche überschattet von der Ermordung der Parlamentsabgeordneten Jo Cox, die von einem mutmaßlich rechtsradikalen Attentäter mit einer Schusswaffe und einem Messer angegriffen wurde und im Krankenhaus ihren Verletzungen erlag.

Gabriel zeigt Schulz, wie Wahlkampf geht

Von Günter Bannas

Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel schlägt in Sachen Türkei harte Töne an – auch gegen die Position der Regierung. Damit düpiert er seinen Kanzlerkandidaten. Mehr 46 40

Quelle: wahlrecht.de
Alle Umfragen

Abonnieren Sie den Newsletter „Politik-Analysen“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden
Zur Homepage