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Breite Mehrheit Kölner Stadtrat stimmt für Großmoschee in Ehrenfeld

28.08.2008 ·  Lange dauerten die Beratungen, dann wurde der umstrittene Bau der Großmoschee in Köln vom Stadtrat mit breiter Mehrheit genehmigt. CDU-Oberbürgermeister Schramma stimmte ebenfalls dafür - und stand damit im Gegensatz zur eigenen Partei.

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Der Kölner Stadtrat hat am Donnerstag mit breiter Mehrheit den umstrittenen Bau einer repräsentativen Moschee im Stadtteil Ehrenfeld genehmigt. Für eine entsprechende Änderung des Bebauungsplans stimmten SPD, Grüne, FDP und Linke, dagegen votierten die CDU und die rechtsextreme Wählervereinigung Pro Köln. Kölns CDU-Oberbürgermeister Fritz Schramma stimmte ebenfalls für die Moschee und stand damit im Gegensatz zur eigenen Partei.

„Das läuft mir schon ein bisschen nach“, sagte er anschließend der Deutschen Presse-Agentur dpa. „Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass sie mir da gefolgt wären, dass sie sich zumindest enthalten hätten.“ Die CDU hatte den Entwurf als zu bombastisch kritisiert. Der Schriftsteller und Holocaust-Überlebende Ralph Giordano bezeichnete die Moscheepläne als „Machtdemonstration des Islam“.

Polizei rechnet mit 40.000 Gegendemonstranten

Der Bau der Moschee mit einer knapp 37 Meter hohen Kuppel und zwei 55 Meter hohen Minaretten ist in Köln heftig umstritten. Oberbürgermeister Schramma, der für seinen Einsatz zugunsten der Moschee den Genc-Preis für Integration erhielt, argumentierte, dass „Muslime nicht in Hinterhöfen und alten Fabrikhallen beten“ sollten. Um der Kritik zu begegnen, passte der Architekt Paul Böhm seinen Entwurf in den vergangenen Monaten an, indem er ihn immer weiter abstrahierte.

Träger des Bauprojekts ist die türkisch-islamische Ditib, die größte Organisation dieser Art in Deutschland. Sie hat ihren Hauptsitz in Köln. An der Stelle, wo die Moschee gebaut werden soll, steht schon seit langem ein anderes Gebetshaus, nur ist diese nicht als solches zu erkennen. Am 19. September wollen sich Rechtspopulisten und Rechtsextreme aus ganz Europa in Köln treffen, um gegen die Moschee zu protestieren. Die Polizei rechnet mit 40.000 Gegendemonstranten.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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