Vor 60 Jahren, am späten Abend des 13. Februar 1945, griffen mehrere hundert britische Bomber das Stadtzentrum Dresdens an. Ihnen folgten Stunden später eine noch stärkere Streitmacht und am 14. Februar amerikanische Bomberverbände. Bei diesen Luftangriffen warfen die Alliierten rund 3.500 Brand- und Sprengbomben ab, die das historische Stadtzentrum fast vollständig zerstörten und einen Feuersturm entzündeten. Es kamen noch offiziellen Schätzungen zwischen 25.000 und 35.000 Menschen ums Leben, die meisten Zivilisten.
Überlebende des Feuersturms glauben allerdings an sehr viel mehr Tote. Denn die Angriffe trafen eine Stadt, hunderttausende Menschen und unersetzliche Kulturgüter wie den Zwinger und die Semperoper barg, aber zugleich auch umfassend in die deutsche Kriegsführung einbezogen war. Die Zerstörung Dresdens wurde rasch zu einem weltweit bekannten Symbol für militärische Gewalt gegen die Zivilbevölkerung. Am 15. Februar 1945 stürzte die Frauenkirche in sich zusammen. Der Trümmerberg im Zentrum der Stadt wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zum Mahnmal gegen Krieg und Gewalt.
Stadt voller Kriegsflüchtlinge
Insgesamt wurde Dresden von Ende 1944 bis April 1945 neun Mal von alliierten Bomberverbänden angegriffen. Dabei warfen sie 7.000 Bomben ab. Die Amerikaner und Briten wollten speziell mit ihren Angriffen am 13. und 14. Februar 1945 auch die mit ihnen verbündeten Sowjets unterstützten. Die damalige deutsche Ostfront war am Ende des Zweiten Weltkrieges nur 100 Kilometer vor Dresden entfernt. Die Stadt war zum Zeitpunkt des Angriffes voll von Flüchtlingen, die aus Schlesien vor den herannahenden Truppen der Roten Armee geflüchtet waren.