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Böller und Raketenwerfer : Die Silvesterschlacht

Die Böllerkönige rüsten weiter auf. Rauch- und Schwefelschwaden ziehen durch die Umweltzonen. Wer am meisten Müll hinterlässt, hat die Materialschlacht gewonnen.

          An der Jahreswende kann man viel über die Deutschen erfahren. Offensichtlich wurde noch nicht das ganze Volksvermögen in Solarzellen und Betongold investiert. Auch zum Verpulvern ist noch mehr als genug da.

          An jedem Silvester scheint die Zahl der Raketenwerfer und Mini-Stalin-Orgeln zuzunehmen, die auf Straßen und Plätzen abgefeuert werden, um der Freude Ausdruck zu geben, dass wieder ein Jahr voller Armut und Not um ist. Da drüben hat einer letztes Jahr die neue 740-Schuss-Batterie aufgefahren? Das zwingt zur Nachrüstung! Diesmal wird schon vom frühen Nachmittag an zurückgeschossen, und das bis drei Uhr morgens. Rauch- und Schwefelschwaden ziehen durch die sonst heiligen Umweltzonen, dass man die Feinstaubverordnung vor Augen nicht mehr erkennen kann.

          Gut, dass wenigstens am Neujahrstag, wenn sich der Pulverdampf verzogen hat, klar zu sehen ist, wer als Sieger vom Silvesterschlachtfeld ging. Denn die Überreste der Materialschlacht, die er natürlich nicht vor der eigenen Haustür geschlagen hat, lässt der Böllerkönig selbstredend zurück. Es würde einem ja gleich die Freude am neuen Jahr verderben, wenn man auch noch den eigenen Müll mitnehmen müsste.   

             

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