http://www.faz.net/-gpf-7uzvy

AfD-Vorsitzender : Lucke gesteht „relativ viele“ rechtsextreme Einzelfälle ein

  • Aktualisiert am

Die NPD sei „blöde“, sagt der AfD-Vorsitzende Bernd Lucke Bild: Reuters

Bernd Lucke nimmt die AfD gegen Vorwürfe in Schutz, sie ziehe Rechtsradikale an – gesteht aber ein, dass es „relativ viele“ Einzelfälle von Rechtsextremismus in seinen Reihen gebe. Wie jüngst ein Parteimitglied in Brandenburg antisemitische Karikaturen zu verbreiten, sei „nicht schön“.

          Bernd Lucke, AfD-Vorsitzender und Abgeordneter des Europäischen Parlaments, hat in einem Interview eingestanden, dass es in seiner Partei in letzter Zeit „relativ viele“ rechtsextreme Einzelfälle gegeben habe. „Aber es gibt in der Partei einen breiten Konsens, dass das nicht tragbar ist“, sagte Lucke der „Bild am Sonntag“.

          Gleichzeitig sagte Lucke, er wolle rechtsextreme Tendenzen in der AfD bekämpfen: „Wir dulden keine Ausländerfeindlichkeit.“ Seine Partei sei „überhaupt nicht rechtsradikal“. Allerdings gelte auch: „Wir lassen uns auch nicht einreden, dass man ausländerfeindlich ist, nur weil man sich für ein geordnetes Zuwanderungsrecht einsetzt. Laut einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung sind übrigens 25 Prozent der Wähler von CDU und SPD ausländerfeindlich.“

          Zu dem jüngsten, bundesweit diskutierten Fall – ein potentieller Nachrücker für einen brandenburgischen AfD-Abgeordneten hatte eine antisemitische Karikatur im Internet veröffentlicht –, sagte Lucke: „Das ist nicht schön. Der Landesvorstand Brandenburg hat gegen den Mann ein Parteiausschlussverfahren eingeleitet.“

          Lucke habe zudem kein Problem damit, dass rechtsextreme Parteien wie die NPD Parolen aus den Wahlkämpfen der AfD für ihre Zwecke übernehmen: „Die NPD ist so blöde, dass ihr noch nicht mal ein eigener Slogan einfällt. Früher hat sie übrigens auch Slogans der CDU abgekupfert. Aber wenn der Slogan richtig ist, dann ist er nun mal richtig.“

          Quelle: FAZ.net

          Weitere Themen

          Mutmaßlicher Mörder von Joggerin Carolin G. gesteht die Tat Video-Seite öffnen

          Freiburg : Mutmaßlicher Mörder von Joggerin Carolin G. gesteht die Tat

          Vor dem Landgericht Freiburg hat der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder der Joggerin Carolin G. begonnen. Die Anklage wirft dem aus Rumänien stammenden Lastwagenfahrer vor, die 27-jährige Frau aus dem baden-württembergischen Endingen beim Joggen angegriffen, vergewaltigt und dann erschlagen zu haben.

          Was will die SPD?

          Unruhe bei Sozialdemokraten : Was will die SPD?

          Bloß keine Neuwahlen! Und bloß keine Große Koalition! Die SPD trägt ihren inneren Konflikt zur eigenen Zukunft mittlerweile offen aus.Parteichef Schulz steht bereits unter Beschuss. Wie viel Unterstützung hat er noch?

          Druck auf SPD wächst Video-Seite öffnen

          Nach Jamaika-Scheitern : Druck auf SPD wächst

          Der Widerstand in der SPD gegen eine Neuauflage der Großen Koalition bröckelt. Ergebnisoffene Gespräche mit den anderen Parteien seien nun wichtig, so der SPD-Abgeordnete Johannes Kahrs.

          Topmeldungen

          Mitfühlende Mutter Merkel: Doch Minderheit ist Mist!

          Fraktur : So viel Dank war nie

          Es fehlte eigentlich nur noch, dass der Cem dem Horst bei einem Joint das „du“ anbot.

          SPD bewegt sich : Große Koalition für Schulz kein Tabu mehr

          Nun soll die SPD-Basis das letzte Wort über eine mögliche dritte große Koalition mit der Union haben. Dies kündigte SPD-Parteichef Martin Schulz an. Auch die Tolerierung einer von Merkel geführten Minderheitsregierung käme als Option in Frage.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.