Home
http://www.faz.net/-gpf-75f6e
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Berlusconi In Bewegung

Italien braucht vor allem Stabilität und Handlungsfähigkeit. Aber das neue Parlament wird noch fragmentierter sein als bisher. Einiges ist in Bewegung geraten.

Eines muss man Silvio Berlusconi lassen: Auch in seinem sechsten nationalen Wahlkampf geht der 76 Jahre alte „Cavaliere“ aufs Ganze. Er nutzt jede Bühne und jede Gelegenheit für üble Attacken gegen den amtierenden Ministerpräsidenten Monti, dessen ökonomischen Sachverstand er in Zweifel zieht und den er als Büttel Deutschlands verunglimpft. Neuer Regierungschef nach der Wahl im Februar wird Berlusconi wahrscheinlich nicht werden. Das allein sollte die Aufregung in Europa dämpfen. Aber dass Berlusconi in den Umfragen mit Montis Zentristen gleichgezogen hat, belegt, dass es ein politisch-soziales Milieu gibt, in dem er noch Bewunderer hat und das anfällig ist für Propaganda und Populismus.

Mehr zum Thema

Klaus-Dieter Frankenberger Folgen:  

Einiges ist in Bewegung geraten: Die linken Demokraten, deren Anführer Bersani schon als Sieger festzustehen schien, müssen in den Umfragen einen Dämpfer hinnehmen; Wähler der Mitte trauen dem Braten nicht und wenden sich ab. Womöglich wird das neue Parlament noch fragmentierter sein als bisher. Dabei braucht Italien vor allem Stabilität und Handlungsfähigkeit.

Quelle: F.A.Z.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 30.12.2012, 19:49 Uhr

Träume an der Saar

Von Jasper von Altenbockum

Der Forderung, die Zahl der Bundesländer zu verringern, liegt meist ein ökonomisch verbrämter Hang zum Zentralismus zugrunde. Der jetzige Vorschlag aus dem Saarland hat aber einen ganz anderen Grund. Ein Kommentar. Mehr 7 26

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden