Home
http://www.faz.net/-gpf-6plml
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Berlin Diepgen vom Abgeordnetenhaus abgewählt

 ·  Die Ära Diepgen ist vorbei. Wie erwartet ist der Regierende Berliner Bürgermeister am Samstag Nachmittag abgewählt worden.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Nach zehn Jahren an der Spitze Berlins ist der Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen am Samstag vom Abgeordnetenhaus abgewählt worden. Für einen entsprechenden Misstrauensantrag stimmten 87 Abgeordneten - 85 Stimmen waren mindestens nötig. 76 Abgeordnete stimmten mit Nein, vier enthielten sich, zwei Abgeordnete gaben ihre Stimme nicht ab.

Diepgen bedankte sich bei den Berlinern und erklärte unmittelbar nach der Abstimmung seinen Rücktritt. Das Abgeordnetenhaus hat 169 Sitze. Auf die CDU entfallen 75 Sitze, auf die SPD 42 und auf die Grünen 17. Die PDS vertreten 33 Parlamentarier. Zwei Abgeordnete sind fraktionslos.

Als neuer Regierender Bürgermeister sollte im Anschluss der SPD- Politiker Klaus Wowereit gewählt werden. Zuvor musste noch über die Abwahl der CDU-Senatoren entschieden werden. Die SPD-Senatoren wollten zurücktreten. Die große Koalition aus CDU und SPD hatte mehr als zehn Jahre regiert.

Quelle: @kre, mit Material von dpa
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Hollandes Hand

Von Günther Nonnenmacher

Die Bundesregierung sollte sich klar darüber sein, was genau es bedeutet, wenn sie zur Krisenbewältigung „mehr Europa“ fordert. Mehr 31 33