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Bericht des Wehrbeauftragten Kaserne mit Kindergarten

Die Bundeswehr muss sich erst daran gewöhnen, dass sie noch eine weitere Schlacht zu führen und zu bestehen hat: die auf dem Arbeitsmarkt um ihren Nachwuchs.

In Zeiten, in denen sich dem Bericht zur Lage der gestressten Nation nach jeder zweite Deutsche darüber beklagt, bei der Arbeit durch Telefonate und E-Mails unterbrochen zu werden, muss man sich nicht darüber wundern, dass der Wehrbeauftragte für die Bundeswehr Betriebskindergärten verlangt. Diese Forderung ist logische Folge der Ablösung der Wehrpflichtarmee durch das Freiwilligenheer. Zu dem meldet sich nämlich nur, wer diesen immer noch außergewöhnlichen Arbeitsplatz, der oft genug den Einsatz des Lebens erfordert, irgendwie attraktiv findet.

Auch die Bundeswehr muss darauf reagieren, dass für die jungen Deutschen Privatleben und Familie eine größere Rolle spielen als für frühere Generationen. Sonst steht sie eines Tages vor leeren Kasernen. Und wer sollte dann für uns in den Krieg, pardon, in die humanitäre Intervention ziehen?

Die Bundeswehr muss sich noch daran gewöhnen, dass sie von nun an in noch einer Schlacht auf unbekanntem Terrain steht: im Wettbewerb des Arbeitsmarkts um schrumpfende Alterskohorten. Auch die Politik scheint das noch nicht ganz begriffen zu haben.

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Quelle: F.A.Z.

 
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