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BER-Debakel : Nebenkriegsschauplätze

Richtig weh wollen sich CDU und SPD in der Causa Flughafen nicht tun. Aber ein paar Hiebe mit der parteipolitischen Suppenkelle dürfen es schon sein.

          Das Flughafendesaster hat die alte Erfahrung bestätigt, dass zu viele Köche die Baustelle verderben. Auch das „parteipolitische Süppchen“, das die Fernsehköche aus Berlin und Potsdam ersatzweise servieren, ist schon total versalzen.

          Weil CDU und SPD ein Waffenstillstandsabkommen geschlossen haben, dessen erster Paragraph das Herumreiten auf der Schuldfrage verbietet, wird die Gulaschkanone jetzt auf Nebenkriegsschauplätze verlegt: Wann genau erfuhr der Schwarze Peter, was die ganze Republik schon lange ahnte? Und warum erschienen Wowereit und Platzeck nicht vor dem Haushaltsausschuss?

          Der künftige Vorsitzende des Aufsichtsrats der Flughafengesellschaft musste schnell noch zu einer Kabinettssitzung in der Prignitz, und Wowereit wollte sich offenbar einmal richtig gründlich auf die Sitzung des Kontrollgremiums vorbereiten, wofür er endlich genug Zeit hat, seit er die Leitung los ist. Es hat doch alles seinen Sinn, und alles wird gut, könnte man fast denken, wenn man den Akteuren zuhört. Zum Glück, und das sagen wir nicht oft, gibt es aber auch noch Sigmar Gabriel.

          Quelle: F.A.Z.

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