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Bayerischer Rundfunk : Regierungssprecher wird Intendant

  • Aktualisiert am

Vom Bundespresseamtes zum öffentlich-rechtlichen Sender: Ulrich Wilhelm Bild: dpa

Ulrich Wilhelm, bislang Chef des Bundespresseamtes und Sprecher von Bundeskanzlerin Angela Merkel, setzte sich gegen den BR-Landtagskorrespondenten Rudolf Erhard durch und wird neuer Intendant des Bayerischen Rundfunks.

          Regierungssprecher Ulrich Wilhelm (48) wird neuer Intendant des Bayerischen Rundfunks. Der Chef des Bundespresseamtes und Vertraute von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) setzte sich am Donnerstag im BR-Rundfunkrat wie erwartet mit klarer Mehrheit gegen den BR-Landtagskorrespondenten Rudolf Erhard (58) durch. Damit tritt der Jurist und Journalist Wilhelm zum 1. Februar 2011 die Nachfolge von Thomas Gruber (67) an, der nach neunjähriger Amtszeit den Intendantenposten schon elf Monate vor Vertragsende freimacht.

          An der Kandidatur Wilhelms hatte es vorab auch Kritik gegeben. Der direkte Wechsel von der Spitze des Bundespresseamtes auf die Führungsposition des öffentlich-rechtlichen Senders wecke Zweifel an der gebotenen Staatsferne, hatten unter anderem die Grünen im bayerischen Landtag moniert. Nicht zuletzt deshalb hatten 4 der 47 Rundfunkratsmitglieder mit Erhard einen Kandidatenvorschlag aus den Reihen des BR gemacht. Beide Kandidaten mussten dem Rundfunkrat am Donnerstag Rede und Antwort stehen. Erhard sagte im Anschluss an seine knapp einstündige Befragung, das Gremium sei fair, aber durchaus kämpferisch mit ihm umgegangen. „Der Schatten des anderen schwebte über mir.“ Inhalte seines Konzeptes, mit dem er sich beworben hatte, nannte er nicht. „Ich bin freier Mitarbeiter des BR und habe gewisse Rücksichten zu nehmen“, begründete er dies. Er hatte sich als erster der beiden Kandidaten dem Rundfunkrat präsentiert.

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