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Baden-Württemberg Grün-Rot will Türkisch als dritte Fremdsprache

 ·  In Baden-Württemberg sollen Gymnasiasten in Zukunft auch Türkisch als Fremdsprache lernen können. Stuttgart und Mannheim gehen in einem Schulversuch voran.

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Die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg will an allgemeinbildenden Gymnasien mittelfristig Türkisch als dritte Fremdsprache einführen. Vom Schuljahr 2015/2016 an soll es in Mannheim und Stuttgart einen Schulversuch geben. Das hat die SPD-Landtagsfraktion beschlossen. Im Südwesten leben 400.000 türkischstämmige Bürger; das Bundesland ist nach Nordrhein-Westfalen das Flächenland mit dem größten Einwandereranteil.

An den Gymnasien des Landes wird derzeit Russisch, Italienisch und Spanisch angeboten. Türkisch können Gymnasiasten derzeit aber weder als zweite noch als dritte Fremdsprache wählen.

Die Grünen befürworten den Ausbau des Sprachangebots an den Schulen grundsätzlich, sie wünschen sich aber von SPD-Kultusminister Andreas Stoch ein Konzept. Zudem möchten sie, dass mit dem Ausbau des Türkisch-Unterrichts an den Grundschulen begonnen wird. Die grüne Landtagsabgeordnete Muhterem Aras sagte: „Je früher mit einer Förderung der Herkunftssprache begonnen wird, desto besser.“

Die SPD hält es für wichtiger, den Anteil türkischstämmiger Gymnasiasten zu erhöhen. Deren Anteil liegt bei nur zwölf Prozent. Dagegen besuchen die Hälfte aller Kinder aus deutschen Familien das Gymnasium.

Der Präsident des Amts für Auslandstürken, Kemal Yurtnac, hatte beim Besuch von Ministerpräsident Kretschmann (Grüne) in Ankara im vergangenen Jahr gefordert, türkischstämmige Vorschulkinder in Deutsch und Türkisch zu unterrichten. Kretschmann hatte diese Forderung zurückgewiesen.

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19.06.2013, 17:50 Uhr

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