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Zwischenfall im Südchinesischen Meer Peking wirft amerikanischer Marine illegale Aktivitäten vor

10.03.2009 ·  Ein Vorfall im Südchinesischen Meer sorgt für diplomatische Verstimmungen zwischen Amerika und China. Peking kritisiert, ein amerikanisches Schiff habe „gegen internationales Recht verstoßen“. Die Amerikaner dagegen sprechen von „gefährlichen Manövern“ der Chinesen.

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Ein Zwischenfall im Südchinesischen Meer zwischen einem amerikanischen Marineschiff und chinesischen Booten hat zu einer Verstimmung zwischen Peking und Washington geführt. Das amerikanische Schiff habe mit seinen Aktivitäten in Chinas Wirtschaftszone „gegen internationales Recht verstoßen“, kritisierte der Sprecher des Außenministeriums, Ma Zhaoxu, am Dienstag in Peking.

China habe scharf bei den Vereinigten Staaten protestiert. „Wir fordern von den Amerikanern, dass diese Aktivitäten sofort eingestellt werden.“ Nach Angaben des Pentagons in Washington haben fünf chinesische Schiffe versucht, die „USNS Impeccable“ mit „gefährlichen Manövern“ abzudrängen. Zeitweilig hätten sich die chinesischen Schiffe am Wochenende bis auf knapp acht Meter genähert.

Nur knapp eine Kollision vermieden

Die „Impeccable“ sei zum Verlassen der Region aufgefordert worden. Das amerikanische Schiff habe sich zu Routineaufgaben in internationalen Gewässern befunden. Das Schiff unterstützt die amerikanische Marine, indem es mit Sonargeräten U-Boote und andere Gefahren für Kriegsschiffe aufspürt.

Die chinesische Regierung hat von Russland Aufklärung über den Untergang der „New Star“ gefordert. Das Schiff war am Samstag laut Medienberichten von der russischen Marine versenkt worden.

Nach amerikanischen Angaben war der Vorfall vom Sonntag der jüngste in einer Reihe ähnlicher Vorkommnisse in den vergangenen Tagen. Die chinesischen Boote hätten das amerikanische Schiff umringt. Die Besatzung habe als Antwort eines der chinesischen Boote aus einem Löschschlauch bespritzt. Dessen Mannschaft habe sich daraufhin bis auf die Unterwäsche ausgezogen. Das amerikanische Schiff habe nur knapp eine Kollision vermeiden können. „Wir erwarten von chinesischen Booten, dass sie sich verantwortlich und nicht provokant verhalten“, sagte ein Pentagonsprecher. China solle sich an internationale Regeln halten.

„Die Amerikaner verwechseln schwarz und weiß“

Der Zwischenfall ereignete sich nur 120 Kilometer von der Insel Hainan entfernt, wo es einen Marinestützpunkt für chinesische U-Boote gibt. Offenbar ist strittig, welche militärischen Aktivitäten in der Wirtschaftszone eines Landes erlaubt sind. „Die amerikanischen Behauptung stehen ganz klar in Widerspruch zu den Fakten. Sie verwechseln schwarz und weiß und sind für China nicht hinnehmbar“, sagte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums.

Aus Verteidigungskreisen in Washington verlautete, dem Zwischenfall sei ein wachsendes aggressives Auftreten der Chinesen in der Region vorausgegangen. So hätten etwa Aufklärungsflugzeuge der chinesischen Marine die Region zuletzt vermehrt überwacht.

Politische Beobachter gingen jedoch nicht davon aus, dass der Zwischenfall die Beziehungen zwischen den beiden Staaten nachhaltig belasten würde. China wolle lediglich ein Exempel statuieren und sich angesichts seines wachsenden militärischen Einflusses in der Region Respekt verschaffen.

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