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Jordanien : Zwei Tote bei Angriff nahe der israelischen Botschaft

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Jordanische Sicherheitskräfte riegeln nach einer Schießerei am späten Abend des 23. Juli 2017 die israelische Botschaft in Amman ab. Bild: EPA

Bei einem Angriff nahe der israelischen Botschaft in Amman wurden zwei Menschen getötet und einer verletzt. Nach Aufhebung einer Nachrichtensperre werden Einzelheiten über die Tat bekannt.

          Nach dem Angriff eines Jordaniers auf einen israelischen Wachmann nahe der israelischen Botschaft in Jordaniens Hauptstadt Amman kam es zu einer Schießerei mit zwei Toten. Einer sei der Angreifer, zudem sei ein unbeteiligter Jordanier ebenfalls getroffen worden. Er sei später an seinen Verletzungen gestorben. Die jordanischen Behörden riegelten das Gelände nach Polizeiangaben ab, Dutzende Angehörige einer Anti-Terrorismus-Einheit befänden sich im Einsatz. Nach Aufhebung einer langen Nachrichtensperre teilte das Außenministerium in Jerusalem am Montagmorgen erstmals Einzelheiten zu dem Vorfall vom Sonntag mit.

           In einer Wohnanlage für Diplomaten neben der Botschaft in Amman seien Möbel ausgewechselt worden, hieß es. Vor Ort seien der Wachmann, der Vermieter und zwei Arbeiter gewesen. Einer der Arbeiter habe sich hinter den Israeli geschlichen und angefangen, mit einem Schraubenzieher auf ihn einzustechen. Der Wachmann sei leicht verletzt worden und habe in Selbstverteidigung reagiert. Der Arbeiter sei getötet worden, der Vermieter später seien Verletzungen erlegen.

          Unklar war, ob der Vorfall im Zusammenhang mit dem jüngsten Gewaltausbruch zwischen Israelis und Palästinensern stand. Dabei geht es um den Zugang zum Tempelberg in Jerusalem, der Juden, Muslimen und Christen gleichermaßen heilig ist. Am Freitag waren dabei drei Israelis und drei Palästinenser getötet worden. Als Auslöser der Unruhen galt die Installation von Metalldetektoren am Tempelberg. Israel hatte sie nach dem Anschlag dreier Muslime aufgestellt, bei dem am 14. Juli zwei israelische Polizisten getötet worden waren.

          Kurz danach hatten in Jordanien mehrere Tausend Menschen gegen Israel und die verschärften Sicherheitsvorkehrungen am Tempelberg demonstriert, die Auslöser gewaltsamer Proteste waren. Jordanien ist Hüter der islamischen Stätten in Jerusalem, dort leben auch viele palästinensische Flüchtlinge und deren Nachfahren.

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