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Zwei Monate nach „Sandy“ Repräsentantenhaus blockiert Hilfe für Hurrikan-Opfer

Die Betroffenen des Hurrikans „Sandy“ an der amerikanischen Ostküste warten weiter vergeblich auf Hilfsgelder aus Washington. Das von den Republikanern dominierte Repräsentantenhaus verhinderte eine nötige Abstimmung.

© AFP Vergrößern Die Hurrikan-Opfer warten weiter auf finanzielle Hilfe

Gut zwei Monate nach dem Hurrikan „Sandy“ an der amerikanischen Ostküste müssen die Betroffenen weiter auf Hilfsgelder aus Washington warten. Der republikanische Mehrheitsführer im Abgeordnetenhaus, John Boehner, verhinderte am Mittwoch ohne Angaben von Gründen eine Abstimmung über ein Gesetz, das insgesamt mehr als 60 Milliarden Dollar (45,3 Milliarden Euro) für die Opfer des verheerenden Sturms zur Verfügung gestellt hätte. Die andere Kongresskammer, der Senat, hatte die Summe bereits in der vergangenen Woche freigegeben.

Der amerikanische Präsident Barack Obama, New Jerseys republikanischer Gouverneur Chris Christie und viele Kongressmitgliedern kritisierten, dass es keine Abstimmung gab. Das Weiße Haus hatte die Gesetzgeber um die Freigabe der Mittel gebeten. Am Donnerstagmittag geht die laufende Legislaturperiode des Kongresses zu Ende. Danach müssen alle Gesetze in beiden Kammern neu verhandelt werden. „Ihr solltet Euch schämen“, sagte Christie in Richtung des Abgeordnetenhauses. Er gab seinem Parteifreund Boehner die alleinige Schuld für das fortgesetzte Leiden zahlreicher „Sandy“-Opfer, die bei dem Sturm ihr Hab und Gut verloren hatten.

„Tradition“ gebrochen

In einer gemeinsamen Mitteilung beklagten auch der demokratische Gouverneur des Bundesstaats New York, Andrew Cuomo, und sein republikanischer Kollege aus New Jersey, Chris Christie, eine Verzögerung durch das Repräsentantenhaus. „Nach allem, was New York und New Jersey, unsere Millionen Einwohner und kleinen Firmen ausgehalten und erlitten haben, sind diese Unentschlossenheit und diese Verzögerung durch das Repräsentantenhaus unentschuldbar“, erklärten sie. Das Repräsentantenhaus habe damit die „Tradition“ gebrochen, dass amerikanische Bürger in Notsituationen schnelle Unterstützung erhielten.

Durch den Wirbelsturm „Sandy“ vom 29. Oktober waren in den Vereinigten Staaten 120 Menschen ums Leben gekommen. Der Sturm richtete im Nordosten der Saaten schwere Zerstörungen und Überschwemmungen an, vor allem in New York und New Jersey.

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Quelle: DPA, AFP

 
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Veröffentlicht: 02.01.2013, 21:32 Uhr

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