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Zukunftspläne des Altkanzlers Zeitung: Schröder soll PR für russische Firmen machen

28.03.2006 ·  Der Altkanzler hat der Darstellung der Zeitung „Kommersant“ widersprochen, er werde künftig gemeinsam mit dem früheren Verteidigungsminister Rühe als PR-Berater Imagepflege für russische Unternehmen betreiben. Vielmehr gehe es um eine „deutsch-russische Denkfabrik“.

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Der frühere Kanzler hat einem Zeitungsbericht widersprochen, er werde künftig als PR-Berater Imagepflege für russische Unternehmen betreiben. Einen entsprechenden Vorschlag wolle Schröder Präsident Wladimir Putin bei einem Moskau-Besuch im Laufe dieser Woche unterbreiten, berichtete die russische Tageszeitung „Kommersant“ am Dienstag.

Er habe nicht die Gründung einer PR-Firma oder Werbeagentur vorgeschlagen, sondern die Einrichtung einer deutsch-russischen Denkfabrik, ließ Schröder am Dienstag über sein Berliner Büro erklären. Die Denkfabrik solle sich mit der Frage beschäftigen, wie die Beziehungen zwischen Deutschen und Russen im Sinne der gemeinsamen strategischen Partnerschaft verbessert werden könnten. Ziel sei es, Vorurteile abzubauen und die Beziehungen zwischen beiden Staaten weiter zu vertiefen. Die Einrichtung solle bestehende Gesprächsrunden wie den Petersburger Dialog ergänzen. Dafür sei kein finanzieller Beitrag nötig.

Rühe als Büroleiter?

„Kommersant“ hatte dagegen berichtet, Schröder wolle mit einer neuen PR-Firma das Image Russlands im Westen aufpolieren. Russische Unternehmen würden die PR-Firma mit Sitz in Deutschland finanzieren. Die Leitung solle nach den Plänen Schröders der frühere Verteidigungsminister Volker Rühe übernehmen, hatte die Zeitung ohne Quellenangabe berichtet.

Schröder steht wegen seiner Rolle beim Konsortium zum Bau der Ostsee-Gaspipeline unter Führung des russischen Gasmonopolisten Gazprom in Deutschland in der Kritik. Er hatte das Projekt als Kanzler gefördert. Am 29. März soll Schröder zum Aufsichtsratschef des Konsortiums gewählt werden.

Seit seinem Ausscheiden aus der Regierung nach der Bundestagswahl im Herbst hat Schröder mehrere Posten in der Wirtschaft erhalten. Zuletzt wurde bekannt, daß der frühere SPD-Vorsitzende Berater bei der Investmentbank Rothschild wird. (Siehe auch: Schröder berät die Investmentbank Rothschild)

Der Altkanzler ist auch Berater des Schweizer Ringier-Verlags. Zudem ist er bei der amerikanische Agentur Harry Walker unter Vertrag, die ihn gegen Honorar als Redner vermittelt.

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