30.01.2009 · Nach monatelangem Machtkampf in Zimbabwe ist der Weg für eine Regierung der nationalen Einheit frei: Die oppositionelle „Movement for Democratic Change“ von Morgan Tsvangirai will nun doch mit der Partei von Präsident Robert Mugabe regieren.
Die zimbabwische Oppositionspartei „Movement for Democratic Change“ (MDC) will nun doch in eine Regierung der nationalen Einheit mit der Partei von Präsident Robert Mugabe, Zanu-PF, eintreten. Das beschloss der Parteivorstand am Freitag in Harare. Die Partei folgt damit der Empfehlung der Staats- und Regierungschefs im südlichen Afrika, die zu Beginn der Woche die Bildung einer Regierung und die Vereidigung von Oppositionsführer Morgan Tsvangirai als deren Ministerpräsident bis zum 11. Februar gefordert hatten.
Zanu-PF und MDC hatten sich im September 2008 auf die Bildung einer gemeinsamen Regierung geeinigt. Seither aber gibt es Streit über die Zuteilung von Ministerien. So beharren sowohl beide Parteien darauf, das Innenministerium und damit die Kontrolle über die Polizei zu erhalten. Daneben fordert der MDC als Vorbedingung für eine Regierungsbildung die Freilassung aller politischen Gefangenen sowie die Abberufung des Generalsstaatsanwalts und des Zentralbankdirektors.