10.09.2008 · „Ein Abkommen ist in Sicht“: Zimbabwes Präsident Mugabe und sein Rivale Tsvangirai haben sich bei ihren Beratungen über eine Machtaufteilung anscheinend angenähert. Letzte Streitigkeiten könnten an diesem Mittwoch geklärt werden.
In die festgefahrenen Gespräche über eine Machtaufteilung im südafrikanischen Krisenstaat Zimbabwe ist anscheinend Bewegung gekommen. Wie das südafrikanische Fernsehen berichtete, zeigten sich Zimbabwes Präsident Robert Mugabe und der Vorsitzende der Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC), Morgan Tsvangirai, am Dienstagabend nach stundenlangen Beratungen optimistisch, bereits an diesem Mittwoch eine Vereinbarung zur Bildung einer Koalitionsregierung erreichen zu können.
Es gebe nur noch zwei offene Fragen, sagte Mugabe im Anschluss an die Sitzung vor Reportern in Harare. Aber die Aussicht auf eine Einigung sei besser als jemals zuvor. Ein Abkommen sei in Sicht, sagte auch Tsvangirai. Letzte Streitigkeiten könnten hoffentlich am Mittwoch geklärt werden. Auch der Führer der kleineren MDC-Splitterpartei, Arthur Mutambara, sagte, dass er sich auf eine Einigung am Mittwoch einstelle. Die Gespräche finden unter Vermittlung des südafrikanischen Präsidenten Thabo Mbeki statt.
Die MDC erkennt Mugabes Wiederwahl bei einer umstrittenen Stichwahl mit ihm als einzigem Kandidaten Ende Juni nicht an. Einer der Hauptstreitpunkte bei den bisherigen Verhandlungen war die Frage, welche Rolle Mugabe künftig spielen wird. Während die MDC ihm nur eine repräsentative Rolle zugestehen wollte, versuchte Mugabe, sich auch weiterhin seinen Anteil an der Macht zu sichern.