18.07.2011 · Bei einem Anschlag auf eine Polizeistation in der nordwestchinesischen Provinz Xinjiang hat es mehrere Tote gegeben. In der von muslimischen Uiguren bewohnten Region kommt es immer wieder zu Unruhen.
„Mehrere Aufrührer“ seien erschossen worden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag unter Berufung auf das Polizeiministerium in Peking. Sie hätten die Station angegriffen, Geiseln genommen und das Gebäude in Brand gesetzt. Unter den Toten seien zwei Angehörige der Sicherheitskräfte und zwei Geiseln.
Die Polizei sei schnell mobilisiert worden und habe sechs Geiseln befreit. Es habe auch Verletzte gegeben. Offiziere der nationalen Anti-Terror-Kräfte seien entsandt worden, um die Ermittlungen zu leiten. Weitere Einzelheiten der Attacke wurden zunächst nicht bekannt. In der von muslimischen Uiguren bewohnten Nordwestregion kommt es immer wieder zu Unruhen und gewaltsamen Zwischenfällen. Peking wirft uigurischen Gruppen separatistische Bemühungen und Terrorismus vor.
In Xinjiang gibt es schon lange Spannungen zwischen den turkstämmigen Uiguren und Han-Chinesen. Vor zwei Jahren brachen im Sommer blutige Unruhen aus, bei denen mehr als 200 Menschen getötet wurden. Die Uiguren fühlen sich von den Chinesen benachteiligt und politisch unterdrückt. Chinas Kommunisten hatten sich die Region nach der Gründung der Volksrepublik 1949 einverleibt.
Mal wieder die Maus zum Elephanten gemacht...
Volker Spielmann (Schildwache)
- 18.07.2011, 15:42 Uhr