Was immer man von Julian Assange und seinem Treiben halten mag; er ist weder Usama Bin Ladin noch ein Mafiaboss. Und deshalb war es - vorsichtig formuliert - ungeschickt, dass sich die britische Regierung gegenüber Ecuador auf ein Gesetz beruft, das es in Einzelfällen erlaubt, Personen aus Botschaftsgebäuden zu holen, die dort Zuflucht gesucht haben.
Abgesehen davon, dass dies einen Präzedenzfall (auch für britische diplomatische Vertretungen) schüfe: Mit ihrem Verhalten hat die britische Regierung Assange, der sich mit Vorliebe als von allen Mächten des Bösen verfolgte Unschuld gibt, eine Steilvorlage geliefert. Jetzt kann er erst recht an seinem Mythos stricken.
Es ist folgerichtig, dass er dabei die Hilfe seiner „antiimperialistischen“ Freunde in Anspruch nimmt, an vorderer Front Ecuador. Dass sich ausgerechnet eine Regierung wie die Ecuadors als Verteidigerin der Menschenrechte aufspielen kann, ist beschämend, aber letztlich Londons Schuld. Leider geht dabei völlig unter, dass Assange verdächtigt wird, in Schweden eine Frau vergewaltigt zu haben.
Dieses ganze Hin- und Her verstellt nur den Blick...!
Robert Bendix (1.Senator)
- 18.08.2012, 16:45 Uhr
Unter Verdacht
Wilhelm Surmann (AutorDent)
- 18.08.2012, 11:59 Uhr
Kapitalverbrechen müssen gemeldet werden u.Meldung ist daher KEIN
Geheimnisverrat !
Andreas Möbius (OswinRobert)
- 17.08.2012, 15:31 Uhr
Warum keine Befragung in London?
Jan Schneidereit (Jan.Schneidereit)
- 17.08.2012, 13:33 Uhr
Geheimdienst-Sache
Erwin Steinhauer (hauer2)
- 17.08.2012, 13:10 Uhr
