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Weihnachten Papst spendet Segen „Urbi et Orbi“

 ·  Vor zehntausenden Gläubigen hat Papst Benedikt XVI. den apostolischen Segen „Urbi et Orbi“ gespendet. Zuvor rief er die Menschen dazu auf, sich von Materialismus und Ich-Bezogenheit zu lösen.

Artikel Bilder (3) Lesermeinungen (10)
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Michael Hochmuth

Ich werd wohl nach diesen....

Worten..."Zuvor rief er die Menschen dazu auf, sich von Materialismus und Ich-Bezogenheit zu lösen." heute nicht mehr schlafen können.lach....naja, wie hat er mal zu Meinesgleichen gesagt: "Fehlgeleitet" Aber ich denke zwischen meinen Worten und taten liegt nicht soooo viel Unterschied wie zwischen seinen. Schönen 2. wünsch ich allen...

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nikolaus hesse

.........endlich............

„Dass die Christen in diesen Ländern des Ursprungs unseres Glaubens dort ihr Zuhause behalten können........."
Endlich, endlich laesst er's raus. Hat auch lange genug gedauert.
Besser spaet als nie.
Um diesen einzigen Satz herum soll Benedikt die kath. Kirche aufstellen, alles andere ist
vergebliche Liebesmueh+kalter Kaffee!!

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Raika Geng
Raika Geng (Lailaps) - 25.12.2012 16:20 Uhr

Jesuanische Kritik am religiösen Establishment

Der bedürfnislose, uneitle, antidogmatische, antihierarchische, antipatriarchalische, frauenfreundliche, familienfeindliche kynisch-jüdische Religionsphilosoph Jesus aus Nazareth würde gewiß einen schönen Ausdruck für den abgebildeten segenspendenden prächtig gekleideten Herrn Ratzinger finden, wie er auch einige (Schlangen, Heuchler, Ottergezücht, Matth.23) für die Schriftgelehrten und Pharisäer gefunden hat.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.12.2012 19:37 Uhr
Raika Geng
Raika Geng (Lailaps) - 25.12.2012 19:37 Uhr

@Roland Magiera: Evangelien und Sekundärliteratur als Nachweis für die These

Jesus entstammte der jüdischen Tradition und lebte in einem hellenistisch geprägten Umfeld.
Die Bedürfnislosigkeit (Essen und Kleidung unwichtig), extrem reduzierte Bekleidung als Vorgabe an die Jünger und das Gebot der Feindesliebe hat Jesus von den 500 Jahre vor ihm lebenden griechischen Kynikern übernommen.
Regeln waren ihm zuwider, er hat sich deshalb ständig darüber hinweggesetzt.
Natürlich war er gegen jegliche Hierarchie. Niemand sollte sich Rabbi, Meister oder "Vater" nennen und sich so überhöhen. Verbot des Vatertitels in Verbindung mit Gleichrangigkeit untereinander unter Einbeziehung von Jüngerinnen ist antipatriarchalisch.
Die Familienfeindlichkeit Jesu ist an vielen Stellen bezeugt, so bei der Verleugnung der Herkunftsfamilie(Matth.12,46ff), bei der Schwertaussage in Bezug auf Familien ((Matth.10,34ff) und bei dem Hass(sic!) auf die Herkunftsfamilie als Grundvoraussetzung für eine Jüngerschaft (Lukas 14,26). Außerdem hielt seine Familie ihn für "von Sinnen"(Markus 3,21).

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Roland Magiera

"kynisch-jüdische Religionsphilosoph"

Jesus und ein Kyniker? Auch noch ein jüdischer Kyniker? Sind Sie sich da da sicher?
Kyniker im Sinne von Wikipedia? Obwohl ein "jüdischer Kyniker" sicher eine betrachtenswerte Kombination darstellen würde, da imho kaum möglich.

Bedürfnislos war er auf keinen Fall, uneitel weiß ich nicht. Antidogmatisch eher nicht, antihierarchisch auf keinen Fall, ebenso wie nicht antipatriarchaisch.
Dafür aber freundlich zu den Frauen.
Wieso aber familienfeindlich? Ist der nicht vielleicht etwas zu früh gestorben worden um eine zu gründen oder wie sehen Sie das? Und auch so hat der sich garantiert niemals kritisch über Familien und deren Wert geäußert.

Und wenn der Papst nicht im schlichten Grau auftritt, dann hat das vielleicht auch etwas mit Tradition zu tun.
Sie sollten sich lieber fragen, warum Sie so voller Zorn sind? Was hat der Ihnen getan?
Ich kenne nur sehr wenige derart sanftmütige, zurückhaltende, bodenständige, ehrliche und menschenfreundliche Erdenbürger wie Benedikt XVI.

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Falko Steinbach

gewagte These

Schön, daß Sie diesen Jesus so gut kennen! Ihre Kritik ist verständlich und beschäftigt viele Menschen, trotzdem bin mir nicht so sicher, ob Jesus sich nicht als erstes an Sie richten würde (so wie auch an mich und jeden Anderen, der vorschnell andere verurteilt). Das Grundanliegen des Papstes so selbstverständlich als heuchlerisch brandzumarken ist schon eine gewagte These.

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Miguel Torres

Papa-Ratzi

Für Frieden im Nahen Osten beten (lassen), sich aber politisch für etwas anderes einsetzen, so etwas ambivalentes bekommt man nur in der Kath. Kirche.
Ja Diplomatie, ein schwieriges Geschäft.
Die Steueroase und zugleich Business-Stadtstaat Vatikan ruft zur Entmaterialisierung und weniger Ich auf.
Das erinnert an Steinbrücks Rede vom SPD Parteitag (mehr wir, weniger ich).
Die beiden haben wohl doch keinen gemeinsamen Redenschreiber.
Es gibt drei Institutionen denen man keinen Glauben schenken darf, die der Politik, die der Banken und besonders nicht die der Kirchen, dann ist man schon ein ganzes Stück weiter.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.12.2012 14:15 Uhr
Damian Schlink

...

Seit wann setzt sich denn die kath. Kirche für Krieg im Nahen Osten ein? Mittelalter ausgenommen...

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Closed via SSO

wir sind schon auf einem guten Wege

uns von diesem Materialismus zu loesen, zumindest den Untertanen in der eurozone wird dabei geholfen. Es gibt an Weihnachten sogar ganz besonders liebevoll angerichtete Suppenkuechen, die Haelfte der Bevoelkerung zaehlt das letzte bischen Geld zusammen und plant Enthaltsamkeit.
Nun gibt es zwei Wege der Enthaltsamkeit, die des Individuums und die der VEB Parteien, sollte der Einzelne von sich aus Verzicht auf die Telnahme am Konsum ueben, so sollte es auf eine Hand voll Menschen begrenzt bleiben, sonst bricht die Weltwirtschaft ein, das sollte der liebe Stellvertreter bedenken, obwohl ihm Merkel bei dieser Anschauung behilflich ist. In der eurobesatzungszone ist die Enthlaltsamkeit der Bewohner Staatsdoktrin, denn die Freunde der Parteien haben mehr Platz des Geld zu lagern.
Auch die Ichbezogenheit ist gemeinsames Anliegen der Fuehrung, sie sorgen dafuer das WIR gross geschrieben wird in dem neuen besseren Europa, das uns 2013 verfolgen wird bis die Wahlen vorbei und die EUdSSR wahr.

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Raika Geng
Raika Geng (Lailaps) - 25.12.2012 10:38 Uhr

Eher den Menschen Rechte geben als einem "Gott" Raum

"Wir sind mit uns selbst vollgestellt, so dass kein Raum für Gott bleibt. Und deshalb gibt es auch keinen Raum für die anderen, für die Kinder, für die Armen und Fremden.“(Ratzinger)

Herr Ratzinger ist offensichtlich schon damit beschäftigt, die überirdische Wesenheit irgendwo im Raum aufzustellen, wo ich noch mit der Frage beschäftigt bin, ob es überhaupt etwas aufzustellen gibt.

Viele, die diesem oder einem etwas anders gefärbten angeblichen höheren Wesen in der Vergangenheit und auch noch in der Gegenwart mit aller Macht(!) Raum gegeben haben und noch geben, haben sich bereichert und die Rechte der Menschen (etwa Frauen, Homosexuelle, Andersgläubige, Nicht-Gläubige, Religionskritiker, Satiriker u.s.w.u.s.f.) mit Füßen getreten oder haben gar vielen Menschen das Leben genommen.

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25.12.2012, 09:02 Uhr

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