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Wegen Inhaftierung Timoschenkos Gauck sagt Reise in die Ukraine ab

 ·  Aus Protest gegen die Inhaftierung von Oppositionsführerin Julija Timoschenko hat Bundespräsident Gauck seinen für Mai geplanten Besuch in der Ukraine nach einem Medienbericht abgesagt. Dies sei in Absprache mit dem Kanzleramt geschehen.

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Der Umgang mit der inhaftierten Oppositionsführerin Julija Timoschenko belastet zunehmend das Verhältnis zwischen Deutschland und der Ukraine. Bundespräsident Joachim Gauck sagte nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstagausgabe) in Absprache mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Teilnahme an einem Präsidententreffen in Jalta ab. Die ukrainische Botschaft in Berlin sei darüber informiert worden, dass Gauck einer Einladung zum Treffen zentraleuropäischer Präsidenten Mitte Mai in Jalta auf der Krim nicht folgen werde, bestätigte das Bundespräsidialamt am Mittwoch der Zeitung. Dabei legte ein Sprecher Gaucks Wert auf die Feststellung, dass „Auslandsreisen des Bundespräsidenten stets im engen Benehmen mit der Bundesregierung erfolgen“.

Timoschenko befindet sich nach Angaben ihres Anwalts seit Freitagabend in einem Hungerstreik. Merkel zeigte sich am Donnerstag besorgt über den Gesundheitszustand von Timoschenko. Wenn Berichte zuträfen, dass der früheren ukrainischen Ministerpräsidentin bei der Verlegung in ein Krankenhaus physische Gewalt angetan worden sei, „dann wäre das Vorgehen der ukrainischen Strafvollzugsbehörden inakzeptabel und vollkommen unverhältnismäßig“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin.

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