12.03.2009 · Weil er mit seinen Schuhen nach dem damaligen amerikanischen Präsidenten Bush geworfen hatte, muss der irakische Journalist Muntassar al Saidi für drei Jahre ins Gefängnis. Das entschied ein Strafgericht in Bagdad.
Der „Schuhwerfer“ von Bagdad muss für drei Jahre ins Gefängnis. Sein Anwalt teilte am Donnerstag mit, das Strafgericht von Bagdad habe den Fernsehreporter Muntassar al Saidi wegen seines Angriffs auf den damaligen Präsidenten George W. Bush im vergangenen Dezember schuldig gesprochen.
Al Saidi hatte während einer Pressekonferenz versucht, Bush seine beiden Schuhe an den Kopf zu werfen. Dabei hatte er gerufen: „Das ist dein Abschiedskuss, du Hund!“ Bush war den Wurfgeschossen damals geschickt ausgewichen.
In weiten Teilen der muslimischen Welt wurde Al Saidi für seine Tat wie ein Held gefeiert. Umgehend tauchte im Internet ein Videospiel auf, in dem es darum ging, Bush Schuhe an den Kopf zu werfen. Der Schuhwurf gilt als Ausdruck des Protests gegen die amerikanische Invasion des Iraks.
Der Journalist hatte in dem Verfahren auf nicht schuldig plädiert. Zu Prozessbeginn vor drei Wochen hatte Saidi ausgesagt, beim Anblick Bushs, des „Verantwortlichen für die im Irak begangenen Verbrechen“, habe er die Kontrolle verloren.