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Krieg in Syrien : Washington will Assad aus dem Amt drängen

  • Aktualisiert am

Raqqa im Osten Syriens gilt als Hauptstadt des IS. Bild: dpa

Für Trumps Regierung ist nun doch ein Regierungswechsel in Syrien das Ziel. Unterdessen sterben offenbar wieder viele Zivilisten, auch Kinder, bei einem von Amerika geführten Luftangriff.

          Die Vereinigten Staaten wollen unter Donald Trump und nach dem jüngsten Angriff auf eine syrische Militärbasis den dortigen Präsidenten Baschar al Assad aus dem Amt jagen. Es müsse einen Regimewechsel in dem Bürgerkriegsland hin zu einem Syrien ohne Assad geben, sagte Amerikas Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, in einem CNN-Interview, das am Sonntag in voller Länge ausgestrahlt werden soll. „Wir sehen kein friedliches Syrien mit Assad.“ Zu den weiteren Prioritäten der Trump-Regierung in der Region gehörten, die islamistische Extremisten-Miliz IS zu bekämpfen und den iranischen Einfluss auf Syrien zurückzudrängen.

          Trump und Haley korrigieren damit ihren Kurs deutlich. Noch im Wahlkampf hatte sich Trump immer wieder gegen militärische Eingriffe in Syrien ausgesprochen. Er macht jetzt aber das Assad-Regime dafür verantwortlich, Giftgas gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt zu haben, und hatte damit den jüngsten Luftschlag gerechtfertigt.

          Tote Zivilisten bei Koalitions-Angriff

          Bei einem Luftangriff der von den Vereinten Staaten geführten Militärkoalition in Syrien wurden Aktivisten zufolge mindestens 15 Zivilisten getötet. Durch das Bombardement am Samstag auf ein Dorf am Stadtrand von Raqqa seien auch vier Kinder gestorben, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Ein Augenzeuge berichtete der Deutschen Presse-Agentur, die Attacke habe ein Internetcafé in dem Ort getroffen. Es gebe eine Reihe von Schwerverletzten, so dass die Zahl der Todesopfer noch steigen könnte.

          Obama und Trump : Präsidenten im Krieg

          Auf Raqqa, die wichtigste vom IS kontrollierte Stadt in Syrien, läuft seit November eine Offensive, die von kurdischen Truppen geführt und von der Koalition aus der Luft unterstützt wird. Zuletzt waren die Vereinigten Staaten in die Kritik geraten, weil die Anzahl ziviler Opfer bei ihrer Anti-IS-Kampagne in Syrien und dem Irak in den vergangenen Monaten drastisch angestiegen war.

          Quelle: Reuters/dpa

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          Barack Obama, George W. Bush, dessen Vater George, Bill Clinton und Jimmy Carter waren in College Station in Texas zusammengekommen, um gemeinsam mit Künstlern Geld zu sammeln. Damit soll den Opfern geholfen werden, die durch die verheerenden Stürme der letzten Monate geschädigt wurden, 31 Millionen US-Dollar kamen zusammen.

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