http://www.faz.net/-gpf-91frf

Präsidentschaftswahl in Kenia : Wahlkommission setzt neuen Termin an

  • Aktualisiert am

Sieht in den Neuwahlen einen „historischen Moment“: Oppositionsführer Raila Odinga Bild: AP

Kenia steht auf Kopf, im Oktober wird die annullierte Wahl wiederholt. Der Erzrivale des bisherigen Präsidenten wittert nun seine große Chance.

          Nach der annullierten Präsidentschaftswahl in Kenia soll am 17. Oktober abermals gewählt werden. Es werde keine neuen Nominierungen geben, die einzigen Kandidaten würden Uhuru Kenyatta und Raila Odinga sowie die Kandidaten für die Vizepräsidentschaft sein, teilte am Montag die Wahlkommission mit.

          Die Kommission hatte Amtsinhaber Kenyatta, der 54 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen konnte, nach der Wahl am 8. August zum Sieger erklärt. Sein Erzrivale und Oppositionsführer, der 72 Jahre alte Odinga, hatte seinem Kontrahenten allerdings Wahlbetrug vorgeworfen und das Ergebnis vor Gericht angefochten. Überraschend annullierte das Oberste Gericht am Freitag die Wahl, nach Angaben des Richters entsprach sie nicht den Vorgaben der Verfassung.

          Für Odinga war es schon der vierte gescheiterte Versuch, an die Macht zu gelangen. Jedes Mal hatte er anschließend Wahlbetrug und Manipulation dafür verantwortlich gemacht. Auch diesmal sprach er von „Schwindel“ und zog vor Gericht. Unbekannte seien in das Computersystem der Wahlkommission eingedrungen und hätten die Daten manipuliert. Er behauptete, eigentlich habe er gesiegt.

          Vor allem nach der Verkündung des Wahlergebnisses war es zu Protesten in Oppositionshochburgen in Nairobi und im Westen des Landes gekommen, bei denen auch Menschen ums Leben kamen.

          Weitere Themen

          Trump will eigene Weltraumarmee Video-Seite öffnen

          Dominanz im All : Trump will eigene Weltraumarmee

          Größer, schneller, weiter: Präsident Donald Trump will eine amerikanische Dominanz im All haben. Die Space Force soll als eigenständiger Teil der Streitkräfte die Vereinigten Staaten im Weltraum verteidigen.

          Topmeldungen

          Familientrennung an der Grenze : Selbst bei Kindern bleibt Trump hart

          Für Donald Trump ist die Trennung von illegalen Einwandererfamilien an der Grenze nur folgerichtig. Doch mit seiner Haltung steht er nicht nur gegen die Mehrheit der Amerikaner – auch in seiner Partei regt sich Widerstand.

          Fußball-WM im Liveticker : 1:0 für Japan gegen nur noch zehn Kolumbianer

          Schock für alle Kolumbien-Fans: Nach fünf Minuten liegt ihre Team zurück und hat bereits einen Spieler durch Rot verloren. Zu allem Überfluss kann Schlüsselspieler James Rodriguez doch nicht von Beginn an spielen. Können sich die favorisierten Südamerikaner von diesen Rückschlägen erholen? Verfolgen Sie das Spiel im Liveticker.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.