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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Wahlkampf in der Schweiz Ausländer und Arbeitsmarkt

 ·  Christoph Blochers Wahlkampf-Thema „Überfremdung“ ist in der Schweiz alles andere als neu. Die SVP wirbt wieder mit Konterfeien am Straßenrand und befeuert die Stimmung vor den Wahlen mit einer neuen Sach-Kampagne.

Artikel Lesermeinungen (5)

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Peter Sikorski

Ja - Nein - Jain

Ich denke, unabhängig vom Thema wäre eine kostruktíve Diskussion vorteilhaft. Die SVP setzt mal wieder auf die Populismus-Karte. Ein möglichst objektive Betrachtung ist somit gar nicht gewollt. Da sich auch die Argumentation der SVP nicht ändert, ist sie in meinen Augen eine rechtspopulistische Partei. Das Thema der vermeidlichen Überbevölkerung ist jedoch nur gesamtheitlich zu betrachten. Wenn die Schweiz nicht genügend qualfizierte Kräfte auf den Markt bringt, werden Unternehmen Personal aus dem Ausland holen und final auch der schweizer Ökonomie helfen. Die Fachkraft aus dem Ausland, die im Schnitt 10% mehr Steuern über die sog. Quellensteuer zu zahlen hat, ist sehr lukrativ für den Staat. Jedoch hat diese keine Bürgerrecht und kein Wahlrecht. Wählen können nur die Schweizer, die um Ihre Pfründe fürchten (aus welchen Gründen auch immer). CH ist im grossen Stil auf Ausländer angewiesen, das ist nicht zu leugnen. Dieser Tatsache sollten sich alle Beteiligten klar sein.

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Pete Thoureau

Wirtschaftlich funktioniert es - aber sonst ?

Die Schweiz profitiert wirtschaftllich stark von den Migranten, denn diese sind im Schnitt besser ausgebildet als die Einheimischen. Sie zahlen Steuern und Sozialbeiträge, gründen Firmen usw.
Aber klar ist doch, dass das wirtschaftliche Kritierium nicht das Einzige sein kann. Die Schweiz ist jetzt schon stark überbevölkert, die Wohnkosten explodieren, der Prozentsatz von Sozialhilfeempfängern im reichen Zürich ist erstaunlich hoch. Kriminalität und Gewaltbereitschaft sind keinesfalls so gering, wie man von der Schweiz denken möchte. Die SVP malt ein sehr schwarzes Bild, aber sie hat in der Realität viel dazu beigetragen, dass die Schweiz viel differenzierter und damit besser mit Immigration umgeht als zum Beispiel Deutschland, wo man mit sich der Akzeptanz von viel zu vielen bildungsfernen Immigranten seine Zukunftsfähigkeit kaputt gemacht hat. Auch die Schweiz braucht in Zukunft definitiv wieder eine selektivere Einwanderungspolitik und die Erkenntnis das Wirtschaft nicht alles ist.

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Martin Reinser
Martin Reinser (blubb77) - 08.10.2011 14:02 Uhr

Differenzieren

Ich denke man sollte mehr differenzieren.
Ich glaube kaum, dass die ausländischen Fachkräfte eine großen Anteil an der Ausländerkriminaltität haben, das ist ein anderes Mileau.
Die Schweiz und auch Deutschland brauchen ein strenges Zuwanderer gesetzt, wie etwa Australien und Kanada.
Dann bleibt der Weg für gut ausgebildete Fachkräfte offen und der Rest...

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Max Bernard

Der hohe Wähleranteil der SVP ...

liegt v. a. daran, dass diese Partei im Gegensatz zu den Konkurrenten die Probleme, welche die Bevölkerung tatsächlich mit der rapide steigenden Zuwanderung hat – Wohnungsknappheit bzw. extrem steigende Mieten, Lohndumping, hohe Ausländerkriminalität, Infrastrukturprobleme etc. – aufgreift und zum Thema macht. Politiker/Parteien, die von diesen Problemen nichts mit kriegen bzw. einfach die Augen verschließen weil sie sich in weniger betroffenen, d. h. besser gestellten Lebensräumen bewegen oder gegen alle harten Fakten weiterhin an einem längst gescheiterten idealistischen Multikulti-Programm festhalten, die sollen sich nicht wundern, wenn sie für soviel Ignoranz vom Wähler abgestraft werden.
Wer also die Erfolge der SVP auf bloße Fremdenfeindlichkeit der Schweizer zurückführen will, der ignoriert die existenten Probleme. Abgesehen davon ist es äußerst dämlich ausgerechnet dem Volk mit dem höchsten Ausländeranteil europaweit Fremdenfeindlichkeit vorzuwerfen!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.10.2011 13:29 Uhr
Armin Geißler
Armin Geißler (navras) - 08.10.2011 13:29 Uhr

multi-kulti und die schweiz

klären sie mich auf, ich kann das nämlich nicht ganz nachzuvollziehen:

in der schweiz leben etwa 22% ausländer, die überwältigende mehrheit aus deutschland, frankreich, italien, portugal, serbien. wenn sie es so wollen: kerneuropa. türken gibt es etwa 4%, 13,6% sind nicht direkzt zuzuordnen. nun bezweifle ich ersthaft, dass es sich dabei größtenteils um wirtschaftsflüchtlinge handelt. dafür ist das lohnniveau zu hoch.

dazu kommt die religionszugehörigkeit. über 80% christlich, 10% ohne religionszugehörigkeit, 4% moslems.

und dann lese ich - wie gewohnt - von hoher ausländerkriminalität, kultureller inkompatiblität, gescheitertem multi-kulti. ich habe den eindruck, dass erschwerte wirtschaftliche verhältnisse, konkurrenzdruck und steigende mieten mal wieder einer einer minderheit angedichtet werden sollen - weils einfach immer und immer wieder funktioniert.

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