19.05.2012 · An diesem Sonntag wird in Serbien ein neuer Präsident gewählt. Tomislav Nikolić fordert Präsident Tadić heraus. Mit der F.A.Z. spricht er über seine Vergangenheit als Tschetnik-Führer im Kroatienkrieg und seine Wandlung zum EU-Befürworter.
Von Michael MartensRichtlinien für Lesermeinungen
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Die Vergesslichkeit steigt mit zunehmendem Alter
Soweit ich gelesen, gehört und gesehen habe, hat Serbien in den
90er Jahren den Krieg vom Zaun gebrochen. Daher ist es unsinnig,
irgendwelche Forderungen an den Kosovo zu stellen. Im Gegenteil: Die im
Kosovo lebenden Serben sollten nach Serbien umgesiedelt werden,
andernfalls wird es in absehbarer Zeit wieder Mord und Totschlag geben.
Ich weiß keinen besseren Rat.
"Damals geborene Kinder sind jetzt volljaehrig"
Das ist der Balkan und insoweit sind sie alle gleich. Kosovo ist eine von Serbien selbst geschaffene Einheit, da waere es widersinnig ihn erneu zu teilen. Was Mazedonien betraf hatte er aber Recht. Vollkommen ueberfluessiger "Pufferstaat".
Es gibt eine Lösung, bei der alle ihr Gesicht wahren könnten !
Und die lautet: der direkt an Serbien grenzende und ganz überwiegend von Serben bewohnte Nord-Kosovo wird wieder an Serbien angegliedert ! Dies würde die Serben mit dem Verlust des übrigen Kosovo versöhnen können - und für den Kosovo einen ganz gefährlichen Krisenherd beseitigen. Es ist doch absurd - um nicht zu sagen: geradezu kriminell - , wenn im Nordkosovo NATO-(Bundeswehr)-Truppen stehen, bloß um zu verhindern, dass die dort lebenden Serben wieder - ganz dem Selbstbestimmungsrecht der Völker entsprechend - zu Serbien gehören dürfen.
Gutenacht Serbien mit Nikolic.
Der Mann ist wirklich ein ahnungsloser, sogenannte, Politiker.
Radikal, Nationalist und vor allem ungebildet. Dass er die Wähler,
die
Ihn wählen an sich zieht, ist nur der Wirtschaftskrise zu verdanken.
Wenn man ein Vergleich zwischen ihn und Boris Tadic machen müsste,
spräche alles für Tadic, das sind zwei Welten. Und
außerdem sollte man
sich anschauen von wem er das Geld für seine Wahl Kampagne bekommt.
Der Man der jeden Tag seine Meinung und politische Orientierung ändert
verdient nicht als serbischer Präsident gewählt zu werden.
Keiner will
mit ihm eine Regierung bilden und das sagt alles.
hat zwar Kreide gefressen, ist aber immer noch derselbe wie in den
90ern.
Zwar sind andere Zeiten angebrochen, aber über ihn und seines
gleichen darf man sich keinen Illusionen hingeben.
Michael Martens Jahrgang 1973, politischer Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Istanbul.
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