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Wahl in Kirgistan Opposition zweifelt an Bakijews Triumph

 ·  Nach der von Fälschungsvorwürfen überschatteten Präsidentenwahl im zentralasiatischen Kirgistan hat die Opposition landesweite Protestkundgebungen angekündigt. Die Gegner des zum Wahlsieger erklärten Amtsinhabers Bakijew fordern eine neuen Wahlgang in der früheren Sowjetrepublik.

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Nach der von Fälschungsvorwürfen überschatteten Präsidentenwahl im zentralasiatischen Kirgistan am Donnerstag haben Anhänger der unterlegenen Opposition am Wochenende landesweite Protestkundgebungen angekündigt. Die Gegner des von den Behörden zum Wahlsieger erklärten Amtsinhabers Kurmanbek Bakijew wollen am kommenden Mittwoch Neuwahlen in der früheren Sowjetrepublik fordern.

Bakijew lag nach Auszählung der meisten Stimmzettel offiziellen Angaben zufolge mit 82,71 Prozent vorn, wie die Wahlleitung nach Angaben der kirgisischen Agentur Akipress mitteilte. Die Opposition von der „Vereinten Volksbewegung“ hat eine Gegenrechnung aufgemacht. Eine Parallelauszählung der Stimmen habe ergeben, dass der Herausforderer Bakijews von den Sozialdemokraten, Almasbek Atambajew, mit sechzig Prozent der Stimmen den Sieg in der Präsidentenwahl davon getragen habe, während auf Bakijew nur 25 Prozent entfallen seien.

„Kriminelle Familie“

Atambajew will am Wochenbeginn auf Einladung der Duma nach Moskau reisen. Atambajew war mit der Losung „Gemeinsam schaffen wir es!“ angetreten und hatte versprochen, die Korruption auf allen Ebenen des Staates auszumerzen. Besondere Gremien sollten deshalb die Tätigkeit der Behörden überwachen.

Atamabajews Bundesgenosse von der Partei Ata Meken, der vormalige Parlamentspräsident Omurbek Tekebajew, sagte im Radiosender Azattyk mit Bezug auf den Bakijew-Klan, man werde den Kampf gegen die „kriminelle Familie“ aufnehmen und im ganzen Land, auch in den Betrieben, führen. Schon im Frühjahr 2007 hatten die unterschiedlichen Flügel der gegen Bakijew gerichteten Opposition vergeblich versucht, den Präsidenten zum Rücktritt zu zwingen und Neuwahlen zu erreichen.

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