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Amerikanische Vorwahlen Santorum gewinnt in drei Bundesstaaten

08.02.2012 ·  Der frühere Senator von Pennsylvania, Rick Santorum, hat den Siegeszug des erfolgsverwöhnten Mitt Romney vorerst gestoppt - und mit Missouri, Minnesota und Colorado gleich drei Vorwahlen gewonnen.

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© REUTERS Rick Santorum, hier mit seiner Tochter Elizabeth in St. Charles, Missouri, hatte bereits die Vorwahlen in Iowa für sich entscheiden können

Mit einem dreifachen Sieg hat der als Außenseiter gehandelte Rick Santorum bei den Vorwahlen der Republikaner in den Vereinigten Staaten das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Partei wieder spannend gemacht. Der konservative ehemalige Senator von Pennsylvania gewann in den Bundesstaaten Minnesota und Missouri mit deutlichem Vorsprung, wie amerikanische Fernsehsender in der Nacht zum Mittwoch meldeten.

In Colorado, wo am Dienstag (Ortszeit) ebenfalls gewählt wurde, holte sich der 53 Jahre alte Politiker erst nach einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen den Sieg über den ehemaligen Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney. Der zuletzt haushohe Favorit Romney hat damit plötzlich wieder unerwartet kräftigen Gegenwind.

In Colorado kam Santorum nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen auf 40 Prozent der Stimmen, wie der Sender CNN auf seiner Internetseite meldete. Romney erhielt 35 Prozent. Der bislang als schärfster Romney-Konkurrent gehandelte ehemalige Parlamentssprecher Newt Gingrich landete mit 13 Prozent abgeschlagen auf dem dritten Platz, knapp vor dem Kongressabgeordneten Ron Paul (12 Prozent). In Minnesota konnte sich Santorum nach Auszählung von 89 Prozent der Stimmen sogar rund 45 Prozent sichern.

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© AFP Musste vor seinen Anhängern in Colorado gleich drei Niederlagen eingestehen: der sonst so erfolgsverwöhnte Mitt Romney

An zweiter Stelle lag dort überraschend der Kongressabgeordnete Ron Paul mit gut 27 Prozent. Romney kam nur auf 17, der ehemalige Parlamentspräsident Newt Gingrich auf 11 Prozent. Noch besser lief das Rennen für Santorum in Missouri, wo er 55 Prozent der Stimmen für sich verbuchen konnte. Romney kam hier bei Auszählung von 99 Prozent der Stimmen auf 25 Prozent und Ron Paul auf 12 Prozent. Gingrich stand nicht auf dem Wahlzettel. Die Abstimmung in diesem Staat hatte lediglich symbolischen Charakter, weil dort erst im März verbindlich gewählt wird.

In seiner Siegesrede kündigte Santorum an, ein besserer Herausforderer von Amtsinhaber Barack Obama bei der Wahl im November zu sein als Romney. Der frühere Gouverneur von Massachusetts vertrete im Kern die gleichen Positionen wie der Demokrat im Weißen Haus, kritisierte Santorum. „Ich stehe hier als die konservative Alternative zu Barack Obama“, sagte er und griff dabei den Präsidenten scharf an: „Er hat niemals auf die Stimmen des Volkes gehört. Er denkt, er ist schlauer als Ihr, besser als Ihr“.

Mit seinem Sieg am Dienstag könnte Santorum den Kampf um die Kandidatur gehörig durcheinanderbringen. Der ehemalige Senator aus Pennsylvania hatte bislang nur die erste Vorwahl Anfang Januar in Iowa mit knappem Vorsprung gewonnen und danach stets eher schwach abgeschnitten. Romney dagegen hatte zuletzt seinen Favoritenstatus mit klaren Siegen in New Hampshire, Nevada und Florida festigen können. Er gratulierte Santorum zu seinem großen Erfolg, gab sich aber weiter zuversichtlich, Präsidentschaftskandidat zu werden. Sein bislang schärfster Herausforderer Gingrich konnte nur die Vorwahl in South Carolina für sich entscheiden. Lediglich Paul konnte noch keine Vorwahl gewinnen, gilt aber wegen seiner breiten Unterstützerbasis als unerschütterlicher Teilnehmer in dem Rennen.

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