12.02.2012 · Der ehemalige Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney, hat die Vorwahl der Republikaner im Bundesstaat Maine gewonnen - wenn auch nur knapp. Auf den zweiten Platz kam der Kongressabgeordnete Ron Paul.
Mit einem Vorwahlsieg im kleinen amerikanischen Bundesstaat Maine hat Mitt Romney seine Favoritenrolle im Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur unterstrichen. Allerdings hatte der ehemalige Gouverneur von Massachusetts nur einen knappen Vorsprung: Romney kam auf 39 Prozent der Stimmen, der radikalliberale Kongressabgeordnete Ron Paul auf 36 Prozent.
Zwei weitere aussichtsreiche Bewerber in der Kandidaten-Kür, Rick Santorum und Newt Gingrich, hatten in dem bevölkerungsmäßig kleinen Bundesstaat kaum Wahlkampf betrieben. Der ehemalige Senator Santorum kam auf 18 Prozent, Gingrich auf 6 Prozent, wie der Chef der republikanischen Partei in Maine, Charlie Webster, am Samstagabend (Ortszeit) mitteilte.
Ron Paul hatte in Maine fünf Wochen nach Beginn der republikanischen Kandidaten-Kür auf seinen ersten Sieg gehofft und dort besonders eifrig um Stimmen geworben. Trotz der Niederlage zeigte er sich in einer Rede vor seinen Anhängern bester Laune. „Wir können ja fast von einem Unentschieden reden“, sagte der 76-Jährige lachend.
Romneys Wahlkampf war zuletzt erheblich unter Druck geraten. Erst am Dienstag hatte er in gleich drei Staaten Vorwahlen verloren. In Colorado, Minnesota und Missouri war der ultrakonservative Santorum überraschend als Sieger hervorgegangen. Vor Wählern in Maine hatte Romney derweil abermals unterstrichen, dass er am besten geeignet sei, im November Präsident Barack Obama zu schlagen.
Bei einer Aktivisten-Konferenz der Republikaner in Washington sprachen sich die Teilnehmer in einer Umfrage am Samstag derweil mehrheitlich für den Multimillionär Romney als Kandidaten aus. Der ehemalige Gouverneur kam in dem für die Kandidaten-Kür bedeutungslosen Votum auf 38 Prozent der Stimmen, aber dicht gefolgt von Santorum, der 31 Prozent erzielte.
Mit seinem Sieg in Maine ganz im Nordosten der Vereinigten Staaten kann Romney nun auf insgesamt vier Siege in den Vorwahlen blicken, darunter im wichtigen Staat Florida. Santorum gewann ebenfalls viermal. Gingrich heimste im konservativen Südstaat South Carolina seinen bisher einzigen Triumph ein, Ron Paul ging bisher leer aus.
Nach einem dicht gedrängten Wahl-Kalender seit Beginn des Rennens Anfang Januar finden die nächsten Abstimmungen erst wieder am 28. Februar statt, und zwar in den Bundesstaaten Arizona und Michigan. Mit Spannung wird danach der „Super Tuesday“ am 6. März erwartet. Dann wird auf einen Schlag in zehn Bundesstaaten gewählt.