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Waffenschmuggel Von Israel aufgebrachter deutscher Frachter wieder frei

05.11.2009 ·  Ein von der israelischen Marine aufgebrachtes deutsches Schiff, das geschmuggelte Waffen für die libanesische Hizbullah transportiert haben soll, ist wieder freigegeben worden. Die Schiitenmiliz distanzierte sich von dem Vorwurf.

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Ein von der israelischen Kriegsmarine vor Zypern aufgebrachtes deutsches Schiff, das riesige Mengen geschmuggelter Waffen für die libanesische Hizbullah transportiert haben soll, ist wieder freigegeben worden. Der Frachter „Francop“ habe am Mittwochabend den israelischen Hafen Aschdod in Richtung Limassol verlassen, teilte die Hamburger Reederei Bartels mit.

Die Hizbullah wies am Donnerstag jegliche Verbindungen zu dem Schiff und seiner Fracht zurück. Sie habe keinerlei Verbindung zu den geschmuggelten Waffen, erklärte die schiitische Miliz in einem Fax an die Nachrichtenagentur AP. Das Handeln Israels komme „Piraterie“ gleich.

„Hunderte Tonnen“ Waffen

Auf dem Schiff waren laut dem stellvertretenden israelischen Marinekommandeur Konteradmiral Roni Ben-Jehuda „hunderte Tonnen“ Waffen“ versteckt. Die Ladung soll den israelischen Angaben zufolge aus dem Iran stammen und für die Hizubllah im Libanon bestimmt gewesen sein.

Die „Francop“ wurde in die israelische Hafenstadt Aschdod gebracht, wo einige Container entladen wurden. Sie sei als Hilfstransporter getarnt gewesen und unter der Flagge Antiguas gefahren, hieß es. Der Kapitän sei ein Pole. Die Besatzung habe von der geheimen Fracht aber offenbar nichts gewusst.

Dies bekräftigte auch die Reederei Bartels. Der Schiffseigner verwies darauf, dass der Frachter seit etwa zwei Monaten unter Zeitcharter für das Frachtunternehmen UFS fahre. Unter einem Zeitchartervertrag stellt die Reederei dem Zeitcharterer das Schiff mit seiner Ladekapazität zur Verfügung, während der Zeitcharterer alle mit der Buchung der Ladung zusammenhängenden Aufgaben in eigener Verantwortung wahrnimmt, erläuterte die Reederei in ihrer Mitteilung.

Es dürfe aber keine Ladung transportiert werden, die im Widerspruch zu UN-Resolutionen stehe. Der Inhalt der zu ladenden Container werde gegenüber der Reederei nicht deklariert. Die Reederei betonte, dass weder sie noch der Kapitän zu irgendeinem Zeitpunkt von Waffen an Bord des Schiffes gewusst hätten.

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