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Während des Verfassungs-Referendums : Nach dem Vizepräsidenten tritt auch Ägyptens Zentralbankchef zurück

  • Aktualisiert am

Aktivisten beklagen, das Referendum gehe nicht mit rechten Dingen zu. Bild: dpa

Der ägyptische Vizepräsident Mahmud Mekki und Zentralbankchef Faruk el-Okdah haben ihren Rücktritt erklärt, berichtet das ägyptische Fernsehen. Die politische Arbeit passe nicht zu seiner Ausbildung als Richter, wird Mekki zitiert.

          Der ägyptische Vizepräsident Mahmud Mekki hat Medienberichten zufolge seinen Rücktritt erklärt. Dem staatlichen Fernsehen zufolge sagte der Stellvertreter von Präsident Mohammed Mursi, eigentlich habe er sein Amt bereits im November niederlegen wollen. Er habe diesen Schritt aber wegen der Unruhen in seinem Land sowie wegen des Konflikts zwischen Israel und der Hamas verschoben. Zur Begründung seiner Entscheidung wird er damit zitiert, dass die politische Arbeit nicht zu seiner Ausbildung als Richter passe. Wenige Stunden später reichte demnach auch der Direktor der ägyptischen Zentralbank, Faruk el-Okdah seinen Rücktritt ein - Gründe wurden nicht bekannt.

          Mahmud Mekki

          Mekkis Rücktritt wurde am Samstag während der letzten Runde der Volksabstimmung über eine neue Verfassung bekannt. Noch Anfang Dezember hatte er in der Krise um den autoritären Führungsstil Mursis eine Verschiebung dieses Referendums in Aussicht gestellt. Diese gab
          es jedoch nicht, was zu weiteren Protesten der Opposition führte.

          Der im Jahr 1954 geborene Mekki hatte sich als Richter und scharfer Kritiker des Systems des im vergangenen Jahr entmachteten Langzeitpräsidenten Husni Mubarak einen Namen gemacht. Er setzte sich stets für die Unabhängigkeit der Justiz ein. Unter anderem hatte er damals eine Schwarze Liste korrupter Richter veröffentlicht. Das Amt des Vizepräsidenten war in Ägypten jahrzehntelang nicht besetzt. Präsident Muhammad Mursi hatte den Richter im August zu seinem Stellvertreter ernannt.

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