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Vor Wahlen in Serbien Bundeswehr verstärkt Kfor-Truppe im Kosovo

 ·  Angesicht wachsender Spannungen vor der Kommunalwahl in Serbien am 6. Mai sendet die Bundeswehr zusätzliche Soldaten in den serbisch besiedelten Norden des benachbarten Kosovos. Sie sollen neue Gewaltausbrüche verhindern.

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Vor den serbischen Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in zwei Wochen verstärkt die Bundeswehr die Nato-Schutztruppe Kfor im Kosovo. Ein Bundeswehr-Sprecher bestätigte am Samstag einen Vorabbericht des Magazins „Der Spiegel“, wonach ein deutsch-österreichisches Reservebataillon mit 550 Mann kurzfristig in die Region verlegt werde.

Vorausgegangen war eine Bitte des Kfor-Kommandeurs um zusätzliche Soldaten vor der Wahl am 6. Mai. Sie sollen vor allem neue Gewaltausbrüche im überwiegend von Serben bewohnten Nord-Kosovo verhindern. Das Einsatzführungskommando der Bundeswehr erklärte, die Nato und die EU seien zu der Einschätzung gekommen, dass die Kfor-Kräfte vor Ort nicht ausreichen könnten, um auf möglicherweise kosovoweite Zwischenfälle im Zuge der Wahlen angemessen reagieren zu können.

Deshalb sei die Verlegung der operativen Reserve in die Region beantragt worden. Das Bataillon solle am 1. Mai einsatzbereit sein. Das Kosovo hatte sich vor vier Jahren von Serbien losgesagt und ist heute als unabhängiger Staat von fast 90 Staaten völkerrechtlich anerkannt. Serbien akzeptiert den Verlust seiner einstigen Provinz jedoch nicht. Die Serben im Nordkosovo wehren sich gegen alle Versuche der Kosovo-Regierung in Prishtina, auch in ihrem Landesteil die Kontrolle zu übernehmen.

In den vergangenen Tagen verschärften sich die Spannungen; ein albanischstämmiger Kosovare wurde bei einem Bombenanschlag im serbisch besiedelten Nordkosovo getötet. Ursprünglich wollte Belgrad auch im Nordkosovo die Gemeinderäte wählen lassen. Prishtina kündigte an, das mit allen Mitteln zu verhindern. Daraufhin erklärte der serbische Kosovo-Minister Goran Bogdanovic, Serbien könne statt der Wahl auch Funktionsträger ernennen. In einem Teil der Gemeinden wollen die kosovarischen Serben aber dennoch wählen.

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