http://www.faz.net/-gpf-8wdsp

Verstoß gegen UN-Resolution : Nordkorea bereitet offenbar einen neuen Atomwaffentest vor

  • Aktualisiert am

Simulation in Südkorea: Wellen, die vom Testgelände Punggye Ri ausgehen Bild: dpa

Fahrzeuge gesehen, Datenkabel verlegt: Eine amerikanische Expertengruppe sieht Anzeichen für einen Atomwaffentest Nordkoreas. Das Gelände ist 100 Kilometer von Chinas Grenze entfernt.

          Nordkorea bereitet offenbar einen neuen Atomwaffentest vor. Am Testgelände Punggye Ri seien am Samstag mehrere Fahrzeuge gesehen worden, dort seien zudem Datenkabel verlegt worden, teilten die Experten der Gruppe „38 North“ von der Johns-Hopkins-Universität in den Vereinigten Staaten am Dienstag mit. Punggye Ri befindet sich in einer abgelegenen bergigen Region 200 Kilometer von der russischen und 100 Kilometer von der chinesischen Grenze entfernt. Die Anlage wird regelmäßig von Spionagesatelliten fotografiert.

          Das am Testgelände beobachtete Gerät könne genutzt werden, um einen Atomwaffentest auszulösen und die dabei anfallenden Daten zu sammeln. Aus den vorliegenden Daten könne allerdings nicht der eindeutige Schluss gezogen werden, dass ein Atomwaffentest „unmittelbar bevorsteht“, hieß es weiter.

          Verstoß gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrates

          Seit dem ersten Atomwaffentest 2006 hat Nordkorea bereits vier weitere Tests vorgenommen, zwei davon im vergangenen Jahr. Zugleich arbeitet die kommunistische Führung in Pjöngjang an der Entwicklung von Langstreckenraketen, mit denen atomare Sprengköpfe bis in die Vereinigten Staaten getragen werden könnten. Mit seinen Atomwaffen- und Raketentests verstößt Nordkorea gegen mehrere Resolutionen des UN-Sicherheitsrats.

          Der amerikanische Außenminister Rex Tillerson machte bei einer Reise in die Region Mitte Februar deutlich, dass sein Land die Bedrohung durch Nordkorea nicht länger dulden wolle. Er schloss auch militärische Maßnahmen nicht aus.

          Weitere Themen

          Kritik an Polizeieinsatz

          Neonazi-Demo in Dortmund : Kritik an Polizeieinsatz

          In Dortmund sind am Freitag zwei Neonazi-Demonstrationen durch die Stadt gezogen. Im Netz hagelt es Kritik am Verhalten der Polizei: Sie sei nicht ausreichend präsent gewesen und habe volksverhetzende Rufe nicht unterbunden.

          Nahles will Maaßen-Deal neu verhandeln Video-Seite öffnen

          Koalitionsstreit : Nahles will Maaßen-Deal neu verhandeln

          „Die durchweg negativen Reaktionen aus der Bevölkerung zeigen, dass wir uns geirrt haben“, schrieb Nahles am Freitag an die Vorsitzenden von CDU und CSU, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesinnenminister Horst Seehofer.

          Topmeldungen

          Superschnelles Internet : Warum mit 5G die Funklöcher nicht verschwinden

          Der neue Mobilfunkstandard für superschnelles Internet soll vieles besser machen. Die Politik will den Ausbau vorantreiben. Doch die Netzbetreiber haben Angst vor hohen Kosten – sie drohen, an anderer Stelle zu sparen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.