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Vergifteter Spion : Russland bietet Großbritannien Hilfe bei Aufklärung des Falls an

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Der russische Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow im Kreml am 27. April 2017 Bild: AP

Der Zustand des vergifteten Doppelagenten Sergei Skripal und seiner Tochter ist weiterhin kritisch. Nun will Russland bei der Lösung des Falls helfen.

          In Großbritannien spielt sich ein Agententhriller ab: Am Sonntag wurde der frühere russische Doppelagent Sergei Skripal, sowie seine Tochter bewusstlos in einem Einkaufszentrum in der englischen Stadt Salisbury aufgefunden. Er sei einer bislang nicht bekannten Substanz ausgesetzt gewesen, teilte die britische Polizei mit. Beide Aufgefundenen befinden sich seitdem mit einem kritischen Zustand im Krankenhaus.

          Russland hat nun Großbritannien die Zusammenarbeit angeboten. Bislang sei jedoch keine solche Anfrage aus Großbritannien eingegangen, sagte Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow am Dienstag. Er bezeichnete den Vorgang als „tragische Situation“. Über die Hintergründe habe er keine Informationen, auch nicht darüber, ob Skripal noch russischer Staatsbürger sei.

          Skripal war Agent des russischen Militärgeheimdienstes. Er wurde in Russland jedoch wegen Zusammenarbeit mit dem britischen Geheimdienst verurteilt. 2010 kam er nach Angaben der BBC durch einen Austausch von Spionen zwischen Russland und westlichen Staaten nach Großbritannien.

          Im Jahr 2006 hatte die Ermordung des Kremlgegners Litwinenko in Großbritannien für Aufsehen gesorgt. Unbekannte hatten ihn in London mit radioaktiv verseuchtem Tee vergiftet. Das darin enthaltene hochgiftige Polonium 210 tötete ihn nach drei Wochen. Nach britischen Ermittlungen steckten frühere russische Geheimdienstler hinter dem Mord an dem abtrünnigen Exilanten. In einem britischen Untersuchungsbericht wurde zudem dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vorgeworfen, die Tat wahrscheinlich persönlich gebilligt zu haben.

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