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Montag, 13. Februar 2012
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Vereinigte Staaten Terroranschlag auf Flugzeug vereitelt

26.12.2009 ·  Ein Nigerianer hat versucht, eine amerikanische Passagiermaschine mit fast 300 Menschen an Bord abstürzen zu lassen. Der 23 Jahre alte Mann wurde überwältigt, als er eine „pudrige Substanz“ entzünden wollte. Unterdessen führte ein falscher Alarm zur Zwischenlandung einer Lufthansa-Maschine.

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Ein junger Nigerianer hat versucht, eine amerikanische Passagiermaschine mit fast 300 Menschen an Bord zum Absturz zu bringen. Der Mann habe am Freitagabend kurz vor der Landung in Detroit eine „pudrige Substanz“ entzündet, wurde aber von anderen Passagieren und Crewmitgliedern überwältigt, berichteten mehrere amerikanische Fernsehsender übereinstimmend. Später habe der Mann angegeben, Verbindungen zu Al Qaida zu unterhalten. Der amerikanische Präsident Barack Obama ordnete von seinem Ferienort auf Hawaii verstärkte Sicherheitsmaßnahmen an.

Augenzeugen berichteten von den dramatischen Minuten in dem Airbus der Fluggesellschaft Delta Airlines aus Amsterdam. Eine junge Frau sagte dem Fernsehsender CNN, ein junger Mann habe sich geistesgegenwärtig auf den Nigerianer geworfen, als dieser die an seinem Bein befestigte Substanz in Brand setzen wollte. Er habe den Mann innerhalb von Sekunden überwältigt. Der Täter, der starke Brandverletzungen erlitten habe, sei daraufhin in die erste Klasse gebracht worden.

Andere Fluggäste berichteten, es habe einen Knall wie von einem Feuerwerkskörper oder einem platzenden Ballon gegeben, bevor der Mann überwältigt worden sei. Die Flammen seien mit einem Feuerlöscher und Wasser erstickt worden. „Es ging alles ganz schnell“, sagte eine junge Frau. Mehrere Passagiere äußerten Zweifel, dass es sich um einen Terroranschlag gehandelt haben soll. Der Nigerianer wurde nach der Landung festgenommen und in ein Krankenhaus gebracht. Zwei weitere Passagiere seien leicht verletzt worden.

In den Vereinigten Staaten ist ein Terroranschlag auf ein Flugzeug von Passagieren vereitelt worden.

Der Mann wurde laut Medienberichten von den amerikanischen Behörden als Faruk Abdulmutallab identifiziert. Er soll 23 Jahre alt sein und in London Ingenieurwissenschaften studieren. Unklar war zunächst, ob er allein handelte oder einer Terrorgruppe angehört.

CNN berichtete, dass es nach ersten Verhören des Mannes eher nach der Tat eines Einzeltäters aussehe. „Er erzählt eine Menge“ gegenüber dem FBI, zitierte der Sender einen namentlich nicht genannten Regierungsvertreter, der mit den Ermittlungen vertraut sei. Es gebe aber bisher keine Hinweise, dass der 23-Jährige wirklich über Verbindungen zu organisierten Terrorgruppen verfüge.

„Es ist noch zu früh zu sagen, welche Verbindungen er hat“, zitierte die „New York Times“ einen Anti-Terror-Fahnder. „Zum jetzigen Zeitpunkt sieht es so aus, als habe er allein gehandelt, aber wir sind uns noch nicht sicher.“ Die Behauptung des Nigerianers, mit Al Qaida in Verbindung zu stehen, „könnte auch einem Wunschdenken entsprechen“.

Unklar war zunächst, was für eine Substanz der Mann in Brand setzen wollte. Wie ein Mitarbeiter des Heimatschutzministeriums sagte, sei die Substanz „eher brennbar als explosiv“ gewesen. Offenbar habe der Täter das Flugzeug in Brand stecken wollen.

Falscher Alarm auf Lufthansa-Flug

Später am Samstag landete eine Maschine der Lufthansa auf dem Weg von Frankfurt nach Detroit wegen eines verdächtigen Gepäckstücks außerplanmäßig in Island. An Bord des Flugzeugs befand sich nach Angaben des Konzerns Gepäck, dessen Besitzer jedoch nicht an Bord war. Sprengstoffspezialisten untersuchten nach Angaben des Flughafens Reykjavik die Maschine mit etwa 160 Passagieren an Bord, fanden jedoch in dem Gepäck nichts Ungewöhnliches. Offenbar habe der Passagier das Flugzeug lediglich verpasst, nachdem er bereits eingecheckt hatte, hieß es. Die Maschine hob daraufhin nach zwei Stunden Aufenthalt wieder ab und nahm Kurs auf Detroit.

Im Jahr 2001 hatte der später als „Schuhbomber“ bekannt gewordene Brite Richard Reid auf dem Flug von Paris nach Miami versucht, einen in seinem Schuh versteckten Sprengsatz zu zünden. Er wurde von der Flugzeugbesatzung und Passagieren überwältigt und im Januar 2003 von einem amerikanischen Gericht zu lebenslanger Haft verurteilt.

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