Home
http://www.faz.net/-gq5-u76f
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Vereinigte Staaten Senator McCain tritt an

01.03.2007 ·  Der amerikanische Senator John McCain kandidiert für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten. In einem Fernsehinterview kündigte der 70 Jahre alte Republikaner seine Ambitionen an. Eine formelle Erklärung dazu werde er im April abgeben.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (3)

Im Rennen um das Weiße Haus hat mit Senator John McCain ein weiterer prominenter Republikaner seine Kandidatur offiziell bekannt gegeben. McCain nutzte einen Auftritt in einer Talkshow, um seine Kandidatur zu erklären: „Ich gebe bekannt, dass ich ein Kandidat für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten sein werde“, sagte der 70 Jahre alte Mann in der Sendung von Moderator David Letterman.

Die Kandidatur des Marineoffiziers, der lange Jahre in vietnamesischer Kriegsgefangenschaft verbracht hatte, war allgemein erwartet worden. Eine formelle Erklärung dazu werde McCain im April abgeben. Bereits im November hatte er erklärt, er wolle einen Sondierungsausschuss gründen. Dieser ist ein wichtiger Schritt, um Spenden für den Wahlkampf einzutreiben.

Als Favorit der Republikaner gilt aber Giuliani

McCain war nach einem erbittert geführten Vorwahlkampf der Republikaner 1999 George W. Bush unterlegen und galt seitdem als ein scharfer parteiinterner Kritiker des Präsidenten. Kürzlich hatte er erklärt, er glaube, dass Bushs langjähriger Pentagonchef Donald Rumsfeld als „einer der schlechtesten Verteidigungsminister“ in die Geschichte eingehen werde. Zugleich unterstützt er aber Bushs Plan, die Truppen im Irak zu verstärken.

Der Nachfolger von Präsident George W. Bush wird 2008 gewählt. Als Favorit in den Rängen der Republikaner gilt der frühere New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani. Auf Seiten der Demokraten kandidieren unter anderen die frühere First Lady Hillary Clinton und der schwarze Senator Barack Obama.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Von dir die Fregatte, von mir die Drohne

Von Thomas Gutschker

Verteidigung ist eine nationale Angelegenheit? Die Wirklichkeit hat sich längst geändert. Die Armeen der Nato-Partner müssen zusammenarbeiten. Kein Land ist mehr autark. Mehr 3