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Vereinigte Staaten Senat billigt Ausweitung der Stammzellenforschung

19.07.2006 ·  Der amerikanische Senat hat einer Ausweitung der Stammzellenforschung mit Staatsgeldern zugestimmt. Damit wird es wahrscheinlich, daß Präsident George W. Bush sein Veto einlegt. Es wäre das erste Mal seit seinem Amtsantritt.

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Der amerikanische Senat hat am Dienstag einer Ausweitung der Stammzellenforschung mit Staatsgeldern zugestimmt. Die Vorlage, die im Abgeordnetenhaus bereits angenommen worden war, erhielt 63 Stimmen bei 37 Gegenstimmen. Sie war umstritten, weil damit in Fruchtbarkeitskliniken übriggebliebene Embryonen für Forschungszwecke verwendet werden dürfen.

Präsident George W. Bush ist strikt dagegen und hat sein Veto angekündigt. Es wäre das erste Mal seit seinem Amtsantritt im Jahr 2001, daß Bush ein Gesetz damit zu Fall bringt. Der Senat könnte die Präsidenten-Entscheidung wiederum mit einer Zweidrittel-Mehrheit kippen.

Wissenschaft oder Mord?

Nach der Vorlage sollen künftig mit staatlichen Forschungsgeldern Experimente mit Embryonen erlaubt sein, welche in Fruchtbarkeitskliniken eingefroren sind. Dabei handelt es sich um befruchtete Eizellen von Paaren, deren Kinderwunsch erfüllt wurde, und die die übrigen Eizellen nicht mehr verwenden wollen.

Diese Embryonen würden ohnehin vernichtet, argumentieren die Befürworter der Forschung. Bush hatte dagegen am 9. August 2001 verfügt, daß die Stammzellen-Forschung nur an solchen Embryonen staatlich gefördert werden darf, die vor diesem Datum zur Verfügung standen.

Die Wissenschaft erhofft sich von der Stammzellenforschung Durchbrüche bei der Bekämpfung von Alzheimer, Diabetes und anderen Krankheiten. Die Gegner der Forschung vergleichen die Forschung an den Embryonen dagegen mit Abtreibung und sprechen gar von Mord.

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