Der amerikanische Geheimdienst CIA übergibt nach Aussagen eines früheren FBI-Agenten Terrorverdächtige an Staaten, die der Folter bezichtigt werden.
Unter der Regierung George W. Bush sei die Folter „bürokratisiert“ worden, und die Überstellung der Terrorverdächtigen sei „außer Kontrolle“ geraten, sagte der seit Juli 2003 pensionierte Anti-Terror-Experte der Bundespolizei FBI, Dan Coleman, im Magazin „The New Yorker“, das diese Woche erscheint.
Demnach würden die Verdächtigen häufig an Ägypten, Marokko, Syrien und Jordanien überstellt - Staaten, die für den Einsatz von Folter bei Verhören bekannt seien. Für die Verdächtigen gebe es oft keinerlei Rechtsschutz, obwohl die Rechtsprechung in Amerika die Überstellung in solche Staaten verbiete. Laut Scott Horton, einem Experten für Völkerrecht, „transferierte“ die CIA auf diese Weise seit 2001 150 Gefangene.
