01.12.2008 · Barack Obama wird an diesem Montag voraussichtlich die Nominierung der früheren First Lady Hillary Clinton als neue Außenministerin bekanntgeben. Zuvor hatte ihr Mann Bill zugesagt, die Namen von 200.000 Spendern seiner Wohltätigkeitsstiftung offenzulegen. Das war eine der Bedingungen von Obama.
Sieben Wochen vor Amtsantritt stellt der künftige amerikanische Präsident Barack Obama an diesem Montag seine Mannschaft für Außen- und Sicherheitspolitik vor. Neue Außenministerin wird Medienberichten zufolge die frühere First Lady Hillary Clinton, Obamas frühere innerparteiliche Rivalin.
Als Nationaler Sicherheitsberater ist der ehemalige Nato-Oberbefehlshaber Jim Jones vorgesehen. Keine Veränderung wird an der Spitze des Verteidigungsressorts erwartet: Der amtierende Verteidigungsminister Robert Gates soll ein weiteres Jahr im Amt bleiben.
Obama will Interessenkonflikte vermeiden
Um seiner Frau den Weg ins Außenministerium zu ebnen, hatte der frühere Präsident Bill Clinton zuvor zugesagt, die Namen von 200.000 Spendern seiner Wohltätigkeitsstiftung offenzulegen, um Interessenkonflikte zu vermeiden. Auch wolle er sich im Falle einer Nominierung Hillarys aus dem Tagesgeschäft der Stiftung zurückziehen und die Regierung über bezahlte Reden informieren.
Die Nennung der Spendernamen war für Obama eine Voraussetzung, um bei Antritt seiner Regierung am 20. Januar eine größtmögliche Transparenz zu ermöglichen. Bill Clinton hatte dies zunächst abgelehnt mit der Begründung, viele hätten nur unter der Bedingung gespendet, dass ihre Namen nicht bekannt würden. Außerdem erklärte sich Clinton bereit, keine Spenden ausländischer Regierungen für seine jährliche Clinton Global Initiative anzunehmen.