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Verdienste für den Kontinent : Juncker will ersten europäischen Staatsakt für Kohl

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Setzt sich für einen europäischen Staatsakt für Helmut Kohl ein: EU-Kommissionspräsident Juncker Bild: EPA

Jean-Claude Juncker fordert für Helmut Kohl einen europäischen Staatsakt. Die Trauerfeier soll in Straßburg stattfinden – zum ersten Mal überhaupt.

          Helmut Kohl soll nach dem Willen von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker mit einem europäischen Staatsakt geehrt werden. „Schon zu Lebzeiten wurde Helmut Kohl mit der Ehrenbürgerschaft Europas ausgezeichnet, um seine außerordentlichen Verdienste zu würdigen. Deshalb gebührt Helmut Kohl nun auch ein europäischer Staatsakt, für den ich mich persönlich einsetzen werde“, sagte Juncker der „Bild am Sonntag“. Der Staatsakt soll nach Angaben der Zeitung am Freitag in Straßburg stattfinden. Es wäre das erste Mal, dass ein europäischer Staatsakt ausgerichtet würde.

          Juncker unterstrich die Verdienste des früheren Bundeskanzlers für Europa. „Helmut Kohl war ein deutscher Europäer und ein europäischer Deutscher“, sagte der EU-Kommissionschef. „Er hat die Geschicke und die Geschichte dieses Kontinents geprägt, indem er die Menschen in Ost und West in Einheit zusammengebracht hat. Dies war ihm eine besondere Mission.“

          Offen blieb zunächst, wann und wo es einen Staatsakt in Deutschland geben wird. Entscheidungen seien noch nicht gefallen, hieß es am Samstag aus der Mainzer Staatskanzlei und dem Bundespräsidialamt in Berlin. Selbstverständlich wäre das Land sehr geehrt, wenn ein solcher Staatsakt in seiner Heimat stattfinden würde, sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Abend im ZDF. „Aber es ist genauso klar, dass die Familie dazu das letzte Wort hat.“

          Straßburg hat für Europa eine besondere Bedeutung, da eine ganze Reihe an europäischen Institutionen ihren Sitz in der französischen Stadt haben, unter anderen das Europäische Parlament und der Europarat.

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